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unteren Ende des Ohres befindet sich, wie bei allen späteren Sendern mit Ausnahme des letzten die Adjustierschraube h, be- stimmt zur Regelung des Contactes von e d und g. Die Strom- leitung geht von dem Zinnstreifen über g und d und das obere Zinnblechstück, an welchem zur Sicherung der Leitung ein Stückchen Platin befestigt ist, welches den Draht leicht berührt. Der Empfänger war der gleiche wie der oben beschriebene.
Der Sender vom Jahre 1861. ¹) Fig. 5 und 10.
In den zwei bis jetzt beschriebenen Telephonen sind bereits die Principien angewendet, welche Reis in seinem YVortrage vom 26. October 1861 auseinander gesetzt hat. In diesem Vor- trage beschrieb er einen bereits vollkommeneren Sender. Der Vortrag lautet:
OÜber Telephonie durch den galvanischen Strom. ²)
Die überraschenden Ergebnisse im Gebiete der Telegraphie haben wohl schon oft die Frage angeregt, ob es nicht auch möglich sei, die Tonsprache selbst direct in die Ferne mitzu- theilen. Die dahin zielenden Versuche konnten jedoch bis jetzt ein einigermassen befriedigendes Resultat nicht liefern, weil die Schwingungen schallleitender Medien bald so sehr an Intensität, abnehmen, dass sie für unsere Sinne nicht mehr wahrnehmbar sind. An eine Reproduction der Töne in gewissen Entfernungen durch Hilfe des galvanischen Stromes hat man vielleicht gedacht; aber an der praktischen Lösung dieses Problems haben jedenfalls gerade diejenigen am meisten gezweifelt, welche durch ihre Kenntnisse und Hilfsmittel befühigt gewesen wären, die Aufgabe anzugreifen. Dem mit den Lehren der Physik nur oberflächlich Bekannten scheint die Aufgabe, wenn er dieselbe überhaupt kennt, weit weniger Schwierigkeiten zu bieten, weil er eben die meisten nicht voraussieht. So hatte auch ich vor etwa 9 Jahren (mit viel Begeisterung für das Neue und nur unzureichenden Kenntnissen in der Physik) die Kühnheit, die erwähnte Aufgabe lösen zu wollen, musste aber bald davon abstehen, weil gleich der erste Versuch mich von der Unmöglichkeit der Lösung fest überzeugte.
Später, nach weiteren Studien und manchen Erfahrungen, sah ich wohl ein, dass mein erster Versuch ein sehr roher, keineswegs überzeugender gewesen; ich griff aber die Frage in der Folge nicht wieder ernstlich auf, weil ich mich den Hindernissen des zu betretenden Weges nicht gewachsen fühlte.
¹) Jahresbericht— Schenk. ²) Abgedruckt aus dem Jahresbericht des physik. Vereins(1860-1861) zu Frankfurt a. M.


