Aufsatz 
Zur Lage des Unterrichts- und Erziehungswesens
Entstehung
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möglich, ihn ſoweit zum Abſchluß zu bringen, daß er ſchon in dieſem Programm zur Mittheilung hätte gelangen können. Unzweifelhaft wird dies im nächſten Jahre geſchehen dürfen. Wenn bei dieſer Reviſion die neue Geſtaltung der Schule zu 9, reſp. 8 Klaſſen berückſichtigt werden mußte, ſo konnte natürlich eine Durchführung der neuen Vertheilung des Stoffes nicht ſofort überall realiſiert werden, vielmehr kann dies nur ſucceſſiv und von unten auf geſchehen. Die Beurthei⸗ lung der beigefügten Unterrichtsüberſicht wird das in Anſchlag bringen müſſen.

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Die neu ernannten Collegen berichten über ihren Lebens⸗ gang folgendes:

Karl Auguſt Hugo Ulbrich, geboren den 28. September 1830 zu Liegnitz, erhielt ſeinen erſten Unterricht in den Elementarſchulen ſeiner Vaterſtadt, beſuchte dann ſieben Jahre lang das dortige Gymnaſium und verließ dasſelbe Oſtern 1850 nach beſtandener Maturitätsprüfung, um ſich auf der Univerſität Breslau den höheren Studien zu widmen. Mathematik und Naturwiſſenſchaften beſchäftigten ihn hier anfangs faſt ausſchließlich, wozu ſich jedoch bald, und all⸗ mählich in immer weiterem Umfange, das Studium der neueren Sprachen geſellte, welches ſchließlich Hauptgegenſtand ſeiner wiſſenſchaftlichen Beſtrebungen geworden iſt. Seine Univerſitätslehrer waren die Herren Prof. Kummer, Kirch⸗ hoff, Bunſen, Haaſe, Göppert, Frankenheim, v. Siebold, Braniß, Glocker, Gravenhorſt. Nach Abgang von der Uni⸗ verſität übernahm er eine Hauslehrerſtelle in Oberſchleſien. Im Sommer 1855 folgte er einer Einladung des Herrn Baron von der Leyen⸗Blömersheim auf Leyenburg bei Cre⸗ feld und begleitete denſelben als Geſellſchafter auf deſſen