Aufsatz 
Zur Schulreformfrage
Entstehung
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ertheilten Untekricht in der bibliſchen Geſchichte zu überneh⸗ men. Ferner mußte das im vorigen Programm erwähnte Vikariat des Herrn Colonel für den erkrankten Kollegen Herrn Lentz bis zu Pfingſten fortdauern, nach welchem Feſte wir die Freude hatten, Herrn Lentz wiederhergeſtellt ſeine Funk⸗ tionen übernehmen zu ſehen.

Weitere Schwierigkeiten brachte der Sommer, indem Herr Kollege Kirſchten von Pfingſten bis zum Schluß des Sommerhalbjahrs, Herr Kollege Schultze von den Sommer⸗ ferien bis zu demſelben Termine beurlaubt werden mußte. Für den letzteren trat Herr Godecker, für den erſteren der Lehrer und hieſige Schulamtskandidat Herr Georg Kugele ein. Nach dem Wiedereintritt des Herrn Kirſchten in ſeine Thä⸗ tigkeit trat Herr Kugele von unſerer Schule wieder zurück, die ihm für die Treue und Umſicht in der Verwaltung des Vikariats aufrichtig verbunden bleibt. Endlich wurde die Lehrerin Frl. Seipp ſowohl im Sommerhalbjahr als auch im Winterhalbjahr längere Zeit durch Krankheit von der Schule ferngehalten, ſo daß ihre Stelle von Frl. Müller verſehen werden mußte.

Unter dieſen Umſtänden wurde, da begreiflicherweiſe noch manche kürzere Unterbrechungen durch Unwohlſein der Kollegen eintraten, es nicht nur nöthig, die aushelfende Thä⸗ tigkeit des Kollegiums ſelbſt häufig in Anſpruch zu nehmen, ſondern es mußten auch bisweilen Vikare zugezogen werden. In letzterer Beziehung leiſtete Herr Schulamtskandidat Hefer⸗ mehl der Schule wiederholt dankenswerthen Beiſtand.

Der Geſundheitszuſtand der Schüler ließ manches zu wünſchen übrig. Insbeſondere traten noch ziemtlich zahlreiche Erkrankungen am Scharlachfieber ein, während zugleich die ührigen Kinderkrankheiten, namentlich Maſern und Keuch⸗ huſten, im Winter die ſogenannteMums den Schulbeſuch

Höh. Bürgerſch. 5

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