7. Rechnen: 4 St.— Wiederholung der Lehre von den gemeinen Brüchen. Dezimalbrüche; einfache Regel- de-tri-Aufgaben(Diesterweg und Heuser II und III.)
Schmitt.
8. Naturwissenschaft: 2 St. Im Sommer: Beschreibung einzelner Pflanzen. Im Winter: Säugetiere und Vögel. Güll.
9. Schöuschreiben: 2 St.— Fortgesetzte Ubungen im Schön- und Schnellschreiben in deutscher und la- teinischer Schrift nach Vorschrift und Diktat.
Schmitt.
10. Zeichnen: 2 St.— Die schönsten heimischen Blatt- formen nach der Natur, einzeln und im ornamen- talen Zusammenhange: Gefäßsformen, freie und symmetrische Ornamente verschiedener Stile nach Vorzeichnungen an der Schultafel, bei vorge- schrittenen Schülern nach Vorlagen; UÜbungen im veründerten Mafsstabe. Kreutzer.
Sexta. Ordinarius: Gymnasiallehrer Dr. Heil.
1. Religionslehre: 3 St.— a) Eoangelische. Biblische Geschichte des alten Testaments nach Schäfer I; ausgewählte Geschichten des neuen Testaments. Erklärung der Gebote—V. Memorieren dazu ge- hörender Sprüche. Das Hauptsächlichste vom christlichen Kirchenjahr; die vorgeschriebenen Kirchenlieder wurden besprochen und gelernt.
Schmitt.
b) Katholische(komb. mit VI des R.-G.). Im Diözesankatechismus das I. Hauptstück und vom IV. Hauptstück Frage 224— 278, mit Weglassung der schweren Fragen.— In der biblischen Ge- schichte(Handbuch von Schuster): Das neue Testament mit Auswahl.— Geographie von Palästina.— Die Kirche und ihr Schmuck.— Lernen einiger Lieder. Wedewer.
2. Deutsche Sprache: 3 St.— Lesen und Erklären prosaischer und poetischer Stücke aus Hopf und
6.
Paulsieks Lesebuch I, 1. Übungen im Wieder- erzählen. Lernen und Vortragen der ausgewählten Gedichte. Das Hauptsächlichste aus der Lehre vom einfachen und zusammengesetzten Satze. Wöchentlich eine schriftliche orthographische Ubung. Heil.
. Lateinisch: 9 St.— Regelmäſsige Formenlehre im
Anschluſs an Ostermanns UÜbungsbuch für Sexta. Lernen ausgewählter Wörter aus Ostermanns Wäörterbuch für Sexta. Wöchentlich eine schrift- liche Haus- oder Klassenarbeit. Heil.
. Geschichte: 1 St.— Geschichten von Herkules,
Jason, Achilleus, Odysseus, Orestes, Kodrus, Lykurg, Aeneas, Romulus und seinen Nachfolgern, Brutus, Porsena, Coriolanus, Camillus Heil.
. Geographie: 2 St.— Geographische Grundbegriffe.
Anleitung zum Verständnis des Globus und der
Karten. Heimatskunde. Oro- und hydrographische Verhältnisse der Erdoberfläche im allgemeinen. Heil.
Rechnen: 4 St.— Die vier Grundrechnungsarten
in unbenannten ganzen Zahlen; Resolvieren, Re-
duzieren; die vier Species in benannten ganzen
Zahlen. Zerlegen der Zahlen; das gemeinschaft-
liche Vielfache.(Diesterweg und Heuser I).
Schmitt.
.Naturgeschichte: 2 St.
Im Sommer: Beschreibung einzelner Pflanzen. Im Winter: Beschreibung einzelner Säugetiere
und Vögel. Güll. Schönschreiben: 2 Ste— Die einfachsten Formen des deutschen und lateinischen Alphabets nach Vorschrift; Schreiben nach Zühlen und Diktat. Schmitt. Zeichnen: 2 St.— Übungen im Zeichnen einfacher
gerad- und krummliniger Formen auf Grundlage der geometrischen Formenlehre. Zusammenstellung von Blatt-, Knospen-, Blüten- und Rankenformen zu Rosetten, an der Schultafel in groſsem Maßs- stabe entworfen und vorgezeichnet. Für vor- geschrittene Schüler Ubungen in verändertem Maßs- stabe nach Vorlagen. Kreutzer.
Auf Grund des Ministerial-Erlasses vom 27. Februar 1872(s. Progr. v. J. 1873, S. 34 f.) waren 33 evangelische Schüler, welche den Konfirmanden-Unterricht besuchten, von der Teilnahme am Religionsunterrichte des Gymnasiums für die Dauer des Konfirmanden-Unterrichts entbunden.
Jüdischer Religionsunterricht.
An dem für die jüdischen Schüler des Gymnasiums und des Realgymnasiums seit Ostern 1885 eingerichteten Religionsunterrichte(vergl. Progr. v. J. 1886, S. 11) haben im abgelaufenen Schuljahre von den Schülern des Gymnasiums in der oberen Abteilung 12, in der unteren 8 Schüler teil genommen.
Die obere Abteilung(I—IIII) unterrichtete der Stadt- und Bezirksrabbiner Dr. Silberstein,
die untere(IIIe— VI) der Religionslehrer und Oberkantor Traub.


