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Ueber seine Bedeutung bei Herakleitos ist jeder Zweifel ausgeschlossen, da es in dem unmittelbar folgenden Satze durch ein ι ασανρς ⁴ ‿αςα τον ꝓνν wieder aufgenommen wird. Nicht minder klar ist der ganze Gedanke des Schriftstellers: das Eisen ist an und für sich hart, starr, unbiegsam (τερρε, eσκισνσε), aber der stärkeren Gewalt des Feuers gelingt es leicht, es weich zu machen.(Vergl. dazu Cornut. S. 102 Osann. roν π ο˙G ,εει σποοσ τά 6 2α dαα⁴eεerαe), Wie kann man gegenüber einem so unzweideutigen xο πνισ πηεαι τνν σιενιον noch annehmen, Sophokles habe einen Vergleich gebraucht, der die ganze Sache geradezu auf den Kopf stellt? Wenn jemand den trivialen Ver- gleich bilden wollte„Du bist weich geworden wie Butter im Eisschrank“, so würde das jedermann als scherzhaft und ironisch gemeint ansehen. Sollte aber einer allen Ernstes die Auslegung versuchen, es sei eben so richtig wie der Vergleich„weich wie Butter in der Sonne“, so würde man annehmen, einem solchen Erklärer könne auch der gröſste Widersinn keine Sorge bereiten. Genau in demselben Falle ist aber derjenige, der trotz der Herakleitosstelle ein 3ςν νινυε τνν σ⁵ννπον verteidigen kann ¹). Schlenger hat die Stelle vermutlich übersehen.
Ich habe gegen die Auffassung, daſs OnxiyeoSat sich im Bilde auf die Elastizität des Stahles beziehen könne, im Progr. von 1885 S. 11 f. ferner bemerkt, es lasse sich ziemlich sicher erweisen, dafs die Elastizität des Stahles den Griechen zur Zeit des Sophokles noch nicht bekannt gewesen sei. Zu dem Ende habe ich eine Stelle aus dem Werke des Philo von Byzanz reol 8eνorοανν angeführt, in welcher der im zweiten oder dritten Jahrhundert v. Chr. lebende Verfasser über eine vom Alexandriner Ktesibios zuerst erfundene, dann von ihm selbst zur Vollendung geführte mit elastischen bronzenen Schienen versehene Wurfmaschine berichtet. Ich gab damals nur einen Auszug aus der Stelle, setze sie nun aber selbst hierher,(und zwar nach der Übertragung von Köchly und Rüstow), weil Schlenger meine aus ihr gezogenen Folgerungen bekämpft; sie ist für die Geschichte der antiken Metallurgie von Wichtigkeit. Im Anschluſs an die technische Beschreibung der Wurfmaschine sagt Philo(§§ 46 und 47):
„Es wird nun vielleicht das Gesagte auch dir wie mehreren ²) anderen(εοιαασσς να e‿νοωτ mrAelooοαν) unglaublich erscheinen; denn sie meinen, es sei unmöglich, dals die Schienen, wenn sie gebogen und von der Kraft des Bogenarmes aufgerichtet sind, nicht in dieser aufrechten Lage für die Folge blieben, sondern wiederum in ihre anfängliche Krümmung zurückkehrten; bei dem Horne finde man allerdings diese physische Eigenschaft und bei manchen Holzarten, und die Bogen würden aus solchen gemacht; das Erz sei aber seiner Natur nach hart, spröde und kräftig, wie auch das Eisen; werde es jedoch von irgend einer Gewalt gebogen, so bleibe es fernerhin in derselben Krümmung und könne sich nicht wieder von selbst aufrichten. Man mufs diesen Leuten verzeihen, dals sie sich zu solcher Meinung verleiten lassen, da sie im einzelnen keine Erfahrung haben(uıν πτο GνQNW/- Hx6&0mꝙłσιm ταάα⁴‿ μμέ⁶ο). Man kann aber die Fabrikation der oben erwähnten Schienen an den sogenannten keltischen und spanischen Schwertern sehen. Will man nämlich diese prüfen, ob sie brauchbar sind, so falst man mit der rechten Hand das Schwert, legt es horizontal über den Kopf und zieht es auf beiden Seiten herunter, bis man die Schultern berührt. Hierauf lälst man rasch beide
¹) Man könnte versucht sein die überlieferte Lesart 5ααρσι⁶οο ςιmυνν in ironischem Sinne auf- zufassen und so zu erklären, dafs Aias durch die Worte sage„Ich bin durch meines Weibes Zusprache ebensowenig erweicht worden wie Stahl durch die Löschung“. Dafs aber dieser Gedanke nicht angeht, habe ich in Fleck- eisens Jahrbb. 1887 S. 459 und(gegen Brandt) im Anhange meiner KAias-Ausgabe S. 109 gezeigt.
²) Ich mufs bezüglich des 1 εοοσ Köchlys u. Rüstows Uebersetzung, der sich auch Schlenger anschliefst, als nicht ganz zutreffend bezeichnen. Das„mehreren anderen“ sagt nicht genug; dies würde durch νοι, 1⁵ες oder GινoOuz¹ ausgedrückt worden sein. Der Schriftsteller will durch εονες hervorheben, dafs die mit 4½ Be- zeichneten die Mehrzahl bilden. So bekommt der Ausdruck den Sinn„den meisten anderen“. Hätte Philo dies
nicht sagen wollen, so wären die Worte mit bezug auf das folgende àννστπωτποοπο für den Freund, den er anredet, geradezu beleidigend gewesen.


