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hinaus. Unter den 114 Schülern des Jahres 1811 und den 125 aus dem Jahre 1812 befinden ſich manche Ausländer, ſelbſt aus den Niederlanden und aus Frankreich. Dieſe verhältnißmäßig ſtarke Frequenz iſt um ſo mehr ein Beweis für die Blüthe des Gymnaſiums, als in jenen ſturm⸗ bewegten Jahren die lateiniſchen Schulen aller Nachbarſtädte nur eine geringe Schülerzahl hatten. Erſt die Zeiten der Freiheitskriege wirkten auf den Beſuch der Anſtalt ungünſtig ein. Nachdem ſich am 23. November 1813 Herzog Friedr. Auguſt und Fürſt Friedr. Wilhelm den Kämpfern für Deutſchlands Unabhängigkeit angeſchloſſen hatten, lichteten ſich die Reihen der Gymnaſiaſten. Der lang genährte Haß gegen Frankreich und die tiefe Erbitterung über die erduldete Schmach führte manchen Zögling des Gymnaſiums unter die Fahnen. In Folge deſſen ſinkt im Jahre 1814 die Schülerzahl auf 74 und im Frühjahr 1815 auf 72. Bei den Zurückgebliebenen äußerte ſich die allgemeine Abneigung gegen alles Franzöſiſche darin, daß ſie ihrem Lehrer Barbieux den Gehorſam aufkündigten und ſich weigerten, ferner eine Sprache zu erlernen, die von dem Todfeinde Deutſchlands geredet werde. Rektor Wirz ſtellte deshalb bei der Regierung in Ehren⸗ breitſtein den Antrag, das Franzöſiſche aus der Zahl der obligatoriſchen Lehrgegenſtände zu
Wittmann(wohnt in Montabaur), Mathias Böhm, Franz Ant. Görgen, Martin Helm(als Profeſſor am Gym⸗ naſium zu Bensheim geſt.), Lorenz Hisgen(als Taubſtummenlehrer in Camberg geſt.), Nik. Kratz, Joh. Acht(lebt als penſ. Lehrer in Nentershauſen), Joſ. Fiſcher, Franz Tav. Högg(gegenwärtig Direktor des Gymnaſiums zu Arns⸗ berg,) Johann Lenz, Georg Ludwig, Hermann Joſef Holl(als Profeſſor am Gymnaſium zu Düſſfeldorf geſtorben), Peter Kratz, Jakob Rosbach, Peter Schmid, Joſef Bauch, Nikolas Bauch(nahm ſpäter den Namen Bach an, Verfaſſer der bekannten, nachher von Koberſtein herausgegebenen deutſchen Leſebücher u. a. Werke, geſt. als Gym⸗ naſial⸗Direktor in Fulda 1841) Georg Homann, Friedr. Kunſt, Al. Munſch, Jak. Pehl, Paul Pehl, Frz. Ludw. Rü⸗ der(lebt in Montabaur) Kaspar Schlemmer(geſt. als Gaſtwirth zur Krone), Anton Burgard, Bapt. Schmid, Ad. Heinz(lebt in M.), Wilh. Isbert(wohnt in M.), Anton Philippi, Joh. Traudes(als Pfarrer in Mengerskirchen geſt.) Math. Weyand, Peter Gombert(in M. wohnhaft) Joh. Kobineck, Stephan Linz(lebt in Montabaur, Mitglied des Gemeinderaths) Joſ. Meurer, Math. Parbel, Jak. Hingel, Franz Beauri, Chriſt. Conradi, Herm. Delatour, Joh. Rup Makowitzky, Joſ. Georg Schui, Math. Wittmann, Egidius Kramer, Karl Kramer(Advokat, in Montabaur wohnhaft), Wilhelm Diedrich u. A. m.
Von auswärtigen Schllern ſeien hier der Kürze halber nur folgende erwähnt:
Modeſtus Waterlothe aus Mariarachdorf(unſer gegenwärtiger verehrter Bürgermeiſter Waterloo,) Joſ. Braun aus Wallmerod(ſpäter Rektor des Pädagogiums zu Dillenburg, † als Rektor der Realſchule zu Montabaur 1855, Vater des bekannten Abgeordneten Braun), Hugo Beſtel aus Königſtein(geſt. als Pf. zu Kirchähr) Frz. Joſ. Klein von Niederlahnſtein(als Pf. zu Aßmannshauſen geſt.) Joh. Ad. Laiendecker aus Heilberſcheid(Pf. in Balduin⸗ ſtein †) Lorenz Vetter aus Nentershauſen(Pf. zu Weidenhahn †) Adam Mollier aus Welſchneudorf(Pf. in Hundſangenf), Anton Müller aus Eltville(iſt Medicinalrath geworden) Joh. Gerharz von Ransbach(† als Pf. zu Helferskirchen). Friedr. Fehlinger aus Ehrenbreitſtein(in Trier als pf. geſt.) Theodor Klein aus Venloo, Franz Heriot aus Paris, Frz. Georg von Sohlern aus Naſtätten, Bern. von Metzen aus Ehrenbreitſtein(Oberförſter in preuß. Dienſten,) E. W. von Holbach aus Wiesbaden(Gensdarmerie⸗Obriſt a. D.) Graf Ant. von Boos und Graf Frz. von Boos aus Koblenz, Joh. Math. Freiherr von Eys aus Horchheim(als Hauptmann in naſſauiſchen Dienſten geſt.), Elias Karl Schadt aus Neuwied(Gerichts⸗Direktor a. D.), Jakob Feiſt aus Ehrenbreitſtein(Arzt in Köln †), Peter Thewalt aus Nauert(als Obermedicinalrath in Limburg geſt.) u. ſ. w. 3


