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den erſten Wochen des Sommerſemeſters, ſowie die Ein⸗ d) Bade⸗ und Schwimmanſtalt. übung der Riegenvorſteher beſorgte während des Winters 3 Einzelne Schüler hatten die Erlaubniß, auf der Militär⸗ Derſelbe. Schwimmſchule zu baden und Schwimmunterricht zu nehmen;
c) Reitunterricht. die meiſten aber benutzten die Bade⸗ und Schwimmanſtalt Reitunterricht wurde wie in früheren Jahren mit Be⸗des Gymnaſiums unter Aufſicht und Leitung des hieſigen nutzung der Herzoglichen Reitbahn ertheilt von dem Bürgers und Damaſtwebers G. Landmann.
Reitlehrer Stroh.
C. Aeſthetiſche Bildung.
Wie in früheren Jahren wurden zunächſt die der Anſtalt zu Gebote ſtehenden Mittel, die ſich aber auf die Pflege des Geſanges, des Zeichnen⸗ und Tanzunterrichts und die Schulfeſte beſchränken. Größere Kunſtſammlungen ſind hier nicht vorhanden. Zum Unterrichte in der Muſik fehlt es übrigens nicht an Gelegenheit, die auch vielfach benutzt wurde. Auch durften ſich die Gymnaſialſchüler an Concerten und andern bildenden Kunſtproductionen als Zuhörer oder Zuſchauer betheiligen. Zur Förderung der geſelligen Bildung war den Schülern der oberen Klaſſen der Beſuch der von der hieſigen Caſinogeſellſchaft veranſtalteten Bälle geſtattet.
D. Disciplin.
Beſonders erhebliche Disciplinarfälle ſind nicht vorgekommen, und es iſt erfreulich, mit⸗ theilen zu können, daß die höchſte nur einigen Schülern zuerkannte Strafe in 3 bis 4 Stunden Schularreſt beſtanden hat. Es läßt ſich jedoch nicht in Abrede ſtellen, daß der überhand nehmende Geiſt der Genußſucht auch in unſere Schulen gedrungen iſt und zum großen Nach⸗ theile der Schulzwecke unterhalten und genährt wird durch die Schwäche der Eltern ſelbſt, die nur zu geneigt ſind, ihre Söhne an Orte mitzunehmen, wohin nur Erwachſene gehören, oder ihnen zu bereitwillig und in zu großem Maße die Mittel gewähren, durch welche ſich junge Leute auf eigene Hand allerlei Genüſſe verſchaffen können. Die Schule allein vermag dieſen einmal in der Zeitrichtung liegenden Geiſt nicht zu beſeitigen; ſie wird ihn aber immer be⸗ kämpfen und ſo unſchädlich als möglich zu machen ſuchen. Zu dieſem Ende wurde ſchon im vorigen Sommer die frühere Erlaubniß, nach welcher die Primaner Sonntags Nachmittags ein benachbartes Dorf beſuchen durften, aufgehoben, dagegen geſtattet, daß ſie an einem Wochentage in Anweſenheit der Lehrer einige Stunden in einem öffentlichen Wirthsgarten zubrachten. Ebenſo war ihnen auch den Winter hindurch geſtattet, Samſtag Abends von 5 bis 8 Uhr in einem mit einer Kegelbahn verſehenen Wirthslocale zuſammenzukommen, das in der Regel zu dieſer Zeit nur von ihnen und Gymnaſiallehrern beſucht war. t2nn
Dieſe Anordnungen haben ſich bis jetzt als vortheilhaft erwieſen, insbeſondere auch dadurch, daß ſie ein ſtrenges Einſchreiten gegen die Uebertreter der bezüglich des Wirthshausbeſuches und des Genuſſes geiſtiger Getränke beſtehenden Vorſchriften gerechtfertigt erſcheinen laſſen.
Im nächſten Sommer wird die Anſtalt verſuchen, durch öftere Spaziergänge mit einzelnen oder allen Claſſen den Sinn der Jugend für edlere Vergnügungen und Erholungen zu pflegen.
E. Phyſiſches Wohl.
Von der Krankheit des früheren Directors und deren unglücklichem Ausgange iſt ſchon oben Erwähnung geſchehen. Im Uebrigen war der Geſundheitszuſtand im Ganzen bei Lehrern und Schülern befriedigend, nur daß während des Winters, wohl in Folge der öfter wechſelnden
Witterung, ziemlich häufige, wenn gleich nicht ſchwere Krankheitsfälle vorkamen.
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