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Faſſen wir die Reſultate ſämmtlicher Beobachtungen kurz zuſammen, ſo ergeben ſich fol⸗ gende Sätze:
Brennt eine horizontale Flamme gegen eine vertikale, ſo geräth letztere in Vibrationen. Die Tonhöhe wächſt mit kleiner werdender Brenner⸗Oeffnung.
Die Tonhöhe iſt proportional dem Abſtand der horizontalen Flamme von der Mündung des vertikalen Brenners, umgekehrt proportional dem Abſtand der vertikalen Flamme von der Oeffnung des horizontalen Brenners.
Die Tonhöhe wächſt mit dem Druck des Gaſes im horizontalen Brenner und fällt in dem⸗ ſelben Verhältniß mit wachſendem Druck im vertikalen Brenner. Für gleiche Drucke in beiden Brennern iſt alſo die Tonhöhe eine konſtante.
Ich hoffe, daß es mir durch dieſe Zeilen gelingen möge, die Fachgenoſſen auf eine ebenſo intereſſante wie wichtige Erſcheinung aufmerkſam zu machen, deren Studium entſchieden mit beſſeren techniſchen Mitteln, als ſie mir zu Gebote ſtehen, in Angriff genommen zu werden verdient.
Il. Schulapparat
zur Demonſtration der Wechſelwirkung galvaniſcher Ströme. Von Dr. Karl Noack.
Zur Demonſtration der Wechſelwirkung zwiſchen galvaniſchen Strömen reſp. Strömen und Magneten bedient man ſich, ſo lange es ſich um die qualitative Seite der Erſcheinung handelt, ausſchließlich des Ampere'ſchen Geſtelles, meiſt in der verbeſſerten Form, die Stöhrer dem Apparat gegeben hat. Allein die Anwendung ſelbſt dieſes letzteren Apparates iſt mit einer Reihe von Miß⸗ ſtänden behaftet, die es mir wünſchenswerth erſcheinen ließen, einen Erſatz zu ſchaffen, wobei ich ſpeziell die Zwecke der Schule im Auge hatte.
Die Unannehmlichkeiten, die mit dem Gebrauche des genannten Inſtrumentes verbunden ſind, ſind theils techniſcher, theils didaktiſcher Natur. Beim alten Ampereſchen Geſtell iſt keine volle Drehung der beweglichen Leiter möglich, während bei dem von Stöhrer letzterer Nachtheil zwar beſeitigt, dafür aber der neue eingetauſcht iſt, daß die Stromrichtung nach einer halben Um⸗ drehung umgekehrt wird. Beide Apparate geſtatten keine ſchweren Leiter, verlangen alſo wegen der dünnen Drähte verhältnißmäßig ſtarke Ströme, ein Mißſtand, der für die Schule namentlich ſtark ins Gewicht fällt. Dazu bedarf der Stöhreriſche Apparat eines geſchickten Experimentators, da das Juſtiren des Geſtelles und das Einſenken der Drahtenden in die Queckſilberrinnen mit er⸗ heblichen Schwierigkeiten verbunden ſind. Und ſchließlich iſt der Widerſtand, den das Queckſilber der Drehung entgegenſetzt, ſelbſt im günſtigſten Fall noch recht bedeutend. Vom pädagogiſchen Stand⸗ punkt trifft beide Einrichtungen, beſonders aber letztern, der Vorwurf der ſehr geringen Ueberſicht⸗ lichkeit; dazu kommt noch, daß mit Rückſicht auf eine leichte Beweglichkeit gewiſſe Grenzen bei einer Vergrößerung des Apparates nicht überſchritten werden dürfen, wodurch wieder die Ver⸗ wendbarkeit im Klaſſenunterricht nothleidet.


