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d. h. die jedesmalige Tonhöhe, die ein beſtimmter Brenner gibt, iſt direkt proportional der Höhe, in der die vertikale Flamme getroffen wird, dagegen umgekehrt proportional ihrer Entfernung von der horizontalen Brennerſpitze. k iſt alſo die Schwingungszahl desjenigen Tones, den ein Brenner gibt, wenn die Flammen ſich in gleicher Entfernung von den Brennern treffen.
Hieraus ergibt ſich zunächſt wieder die Richtigkeit der oben aufgeſtellten Behauptung, daß weſentlich die vertikale Flamme die tönende ſei, während die horizontale die erregende iſt. Die Erklärung dieſer Thatſache ſcheint ſich mir in folgender Weiſe einfach und ungezwungen zu ergeben: Die horizontale Flamme verurſacht im Ausſtrömen des Gaſes der vertikalen intermittirende Stau⸗ ungen, wodurch eine Verlangſamung des Verbrennungsprozeſſes ſtattfindet, bis das nachſtrömende Gas einen ſolchen Druck erreicht hat, daß der ſtauende Gasſtrom durchbrochen werden kann. Dieſe Stauungen werden um ſo häufiger eintreten, je ſtärker der horizontale Gasſtrom und je ſchwächer der vertikale iſt, alſo am Fuß des horizontalen Brenners häufiger, wie in größerer Entfernung.
Wenn die in den Tabellen enthaltenen Zahlen nicht die Uebereinſtimmung zeigen, die man bei einer ſo einfachen Beziehung erwarten ſollte, ſo liegt die Schuld und die Erklärung dieſes Umſtandes in dem ſehr primitiven Apparat, deſſen ich mich bedienen mußte; die Ableſungen an den beiden Skalen können keinen Anſpruch auf große Genauigkeit machen. Aus den mittleren Werthen von k folgt weiter, daß die Tonhöhe um ſo größer iſt, je enger die Brenneröffnung, je kleiner alſo bei demſelbem Gasdruck die Flamme iſt.
Mit dem größten Brenner wurden außerdem noch einige Beobachtungen angeſtellt, die ein höchſt eigenthümliches Reſultat hatten, das leider wegen der Mangelhaftigkeit des Apparates nicht mit Zahlen belegt werden konnte; auch würde dies durch die außerordentlich hohen Töne, um die es ſich dabei handelte, ſehr erſchwert worden ſein. Läßt man nämlich für X= 18 mm y von 5 mm an langſam wachſen, ſo nahm die Tonhöhe, die anfangs außerordentlich groß war, gegen obige Regel ab, bis y etwa 10 mm wird; da erfolgt ein Umſchlag nach unten und bei weiterem Vergrößern von y nimmt, wie die Tabelle 1 ergibt, die Tonhöhe proportional y zu, bis der Ton bei y= 31 mm verſchwindet. Beginnt man umgekehrt, während X= 18 mm iſt, mit großen Werthen von y, ſo hört man zuerſt bei y= 25 mm einen hohen Ton, der bei abnehmendem y beſtändig tiefer wird und bei y= 9 mm den Werth ds(n= 587) erreicht. Verkleinert man y nur um weniges, ſo ſpringt der Ton auf da um und nimmt von da an mit fallendem y wieder zu.
Die Erklärung dieſer im erſten Moment frappanten Erſcheinung iſt eine außerordentlich ein⸗ fache, wenn man die Geſtalt der Flammen näher ins Auge faßt. Man erkennt nämlich ſofort, daß unter einer gewiſſen Grenze, bei dem angegebenen Verſuch 9 mm, die vertikale Flamme ihre Rolle mit der horizontalen vertauſcht, indem die letztere die tönende und erſtere die erregende wird. Worin dieſer Wechſel ſeinen Grund hat, wage ich nicht zu entſcheiden.
Einen ähnlichen Wechſel kann man übrigens noch auf einem andern Weg hervorbringen. Hat man nämlich den Apparat bei einer beſtimmten Stellung des Brenners in Thätigkeit geſetzt und neigt ihn nun allmählich um eine zur Ebene der Brenner ſenkrechten Kante, ſo ändert ſich der Ton nicht bis zu dem Augenblick, wo beide Brenner gegen den Horizont ungefähr gleich ge⸗ neigt ſind, es ſei denn, daß ein Umſchlag in eine andere Oktave erfolgt. In dieſer Stellung aber ſpringt plötzlich der Ton um, und bleibt dann konſtant auf dieſer Höhe, bis der Apparat um 90 geneigt iſt, alſo die früher horizontale Flamme jetzt vertikal brennt. So war z. B. für y= 25 mm,


