Aufsatz 
Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Stadt Mainz : 1. Teil. Privatbesitz
Entstehung
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Weisslilienstrasse Welschnonnengasse. 125

Krönung Mariä(hl. Dreifaltigkeit), gute Arbeit; ebendaselbst an den Seitenwänden verschlungenes Bandwerkmuster(frühestes Vorkommen dieses Musters). Unter den Fenstern des oberen Erkerstockwerks Baluster.

An der Hofmauer des Rochusspitals ist eingemauert auf einer viereckigen Platte ein Relief, einen Lilienstengel dar- stellend. Stand ehemals über der Türe des Hauses alte Lit. F. 115.

Welschnonnengasse.

Über das ehemals in dieser Strasse gelegene Welschnonnen- kloster siehe Wagner-Schneider II, 17 ff., und Schaab IV, 226 ff. und die zur Zeit im Druck befindliche Geschichte des Welsch- nonnenklosters von Pfarrer L. Wassermann.

Die ehemals über dessen Eingangstore befindliche Statue des Schutzengels mit Kind steht jetzt im Hinterhofe des Realschul- gebäudes. Antiq. Wanderung S. 224 las am Postamente der Figur noch die Inschrift: Durch Gottes Hand wird Tag und Nacht von mir beschützet und bewacht 17 16.

Die in dieser Strasse besonders häufig vorkommenden, reicher geschnitzten Haustüren verdienen ganz besondere Beachtung. Sie weisen mit vielen anderen(Gymnasiumstrasse Nr. 3, Syna- gogenstrasse Nr. 2 u. a.) darauf hin, dass dieser Zweig des Kunstgewerbes in Mainz bald nach der Mitte des 18. Jahrh. zu hoher Blüte gelangte. Den Glanzpunkt dieser Leistungen bildet das Chorgestühl im Westchor des Domes(Hofschreiner Hermann). Hier soll nur kurz darauf hingewiesen werden, dass sich einer monographischen Behandlung der Mainzer Holzschnitzerei in der 2. Hälfte des 18. Jahrh. ein ergiebiges Arbeitsgebiet erschliesst, zumal hierfür auch noch archivalisches Material vorhanden ist.

3. Im ersten Stock des einfachen Barockbaues Reste von Stuckdecken, derbe Muster aus dem 1. Viertel des 18. Jahrh. Wohlerhalten ist noch im Innern: das reiche Treppenge- länder, durchbrochene(Laubsäge-)Arbeit aus gleicher Zeit und wuchtige, profilierte Türgewände(vergl. Neutorstrasse Nr. 3).

4.Zum Liebeneck. Reich mit Rokokoschnitzereien ver- zierte Haustüre mit Oberlicht. Auf der sonst einfachen Pforte im Schlusstein die Jahreszahl 1769.

5. Im Ausseren einfacher Barockbau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Geschnitzte Haustüre(Rokoko). Interessantes Treppenhaus. Sehr schönes Treppengeländer in durch- brochener Schnitzarbeit. Die nach dem Treppenhause führenden