122 Vniyersitätsstr.—-Weihergarten u. Weihergartenstr.— Weintorstr.
Universitätsstrasse, alte.
7.(Am Tritonplatz.) Barockpforte mit Oberlicht und schöner, reicher Profilierung. Auf den Sockeln Bandmuster- ornament; auf dem Türsturz groteske Maske, auf dem Ober- lichtsturz aufgewickeltes Akanthusblatt(vergl. Birnbaumsgasse Nr. 8).
17. Ehemaliges Universitätsgebäude. Höhere Töchterschule. Por- talef(Stadt Mainz). Ortwein, Deutsche Renaissance, und Bockenheimer, Restauration d. Mainzer Hochschule, geben das Portal in seinem Zustande vor dem Umbau. Die schöne schmiedeeisernen Oberlichtgittern befinden sich jetzt im Museum.
Universitätsstrasse, neue.
1 bis 17(ungerade Nr.). Die sog. UÜniversitätshäuser. An Nr. 1 reicher geschnitzte Türe, im Stile Louis XVI. Nach Schaab II, 297, erbaut 1785/86. Der kurf. Ingenieuroberstleutnant und Baudirektor Lingier fertigte dazu den Plan und leitete die Ausführung.(Militär.)
Weihergarten und Weihergartenstrasse.
Uber die Anlage der Strasse, Schaab I, 408. Die Häuser stammen aus dem Jahre 1788. Als letzte Ausläufer eines noch selbständig schaffenden Baustils erwecken sie immerhin noch einiges Interesse. In Betracht kämen besonders Weihergarten- strasse Nr. 16, 18, 20 mit ihren Portalen und Weihergarten Nr. 8, 10, 12(Domscholasterei). Der Architekt dieser Häuser ist der Ingenieur d'Hericoyen(Tirigoyen, Dirigonien). Kreisarchiv Würzburg, Domcapit. protoc. 1791 f. 1294, ad num. 177, de anno 1788(s. f. 390, woselbst der Beschluss zur Bebauung von 3 ohnerbauten Plätzen im Fabrik-Bemben- und Weihergarten gefasst wird) sollen auf Antrag des Oberfabrikmeisters Frey- herr von Kerpen,„dem Hauptmann Dirigonien wegen seiner, in Hinsicht der neuerbauten Domcurien beim Weihergarten seit- hero gehabten Bemühung, eines weiteren 30 Carolins zur Er- kenntlichkeit ausbezahlt werden“.— placuit.
Weintorstrasse.
1 u. 1 1%.„Zum Stein.“ Schaab I, 267 und 573 f. Wörner-Heckmann, Orts- und Landesbefestig. S. 45 f., auch Korrespondenzblatt des Gesamtvereins 1880 S. 20 ff. und 1881 S. 13 ff. Kunstgeschichtlich hochinteressanter romanischer Wohnbau, der leider durch Anbauten verdeckt wird. Im Grundriss viereckige Anlage. Von der Weintorstrasse aus ist die mächtige, in ihrem oberen Teile über 1 m starke Giebel- mauer noch sichtbar. In ihr befinden sich in der Höhe


