118 Stadthausstrasse—Stallgasse.
Stadthausstrasse.
3. Am ersten Stock Relief: hl. Joh. Nepomuk auf dem Sterbebett, von Engeln umgeben; mässige Arbeit. 2. Hälfte des 18. Jahrh. Dieselbe Arbeit wie Rotekopfsgasse Nr. 3.
9. Die vom älteren Baue herstammende Spätrenaissance- pforte mit Oberlicht befindet sich jetzt an der Steinhalle des Museums. Die Pforte wird flankiert von zwei kannelierten Halbsäulchen, die auf sechseckigem, ornamentiertem Sockel ruhen; auf dem Gewände gekreuztes Stabwerk. Auf dem Sturz die Jahres- zahl 1.6.2.3.? Interessantes Beispiel dafür, dass man sehr lange an dem gotischen Motiv des gekreuzten Stabwerks festhielt; allerdings wird seine Profilierung immer flacher(vergl. Markt Nr. 37,„König von England““).
15. Geschnitzte Haustüre im Stile Louis XVI.(Vielleicht aus dem Anfang des 19. Jahrh.)
17.„Zum kalten Bad.“ Schaab I, 447. Nach der Stadionerhofstrasse zu eine Pforte mit Oberlicht; in der Rokoko- kartusche auf dem Türsturz Hausmarke mit I. C. M., s. Tfl. XXI.(Gehörte dem Handelsherrn Mappes, später von Mappes.) Die Türe ist schön geschnitzt(Rokoko) und mit ziselierten Eisenbändern versehen.(„Im 15. Jabrh. war es die einzige Judenherberge der Stadt und befand sich darin das Juden- bad.“ Schaab I. c., vgl. auch Schusterstrasse Nr. 35.)
18. 20. Stadthaus. Barockbau. 2. Hälfte des 18. Jahrh.(Stadt Mainz.)
22.„Judenbackhaus, Stadt Amsterdam.“— Antiq. Wandg. f. 202. Das ehemals an dem Hause Ecke Schusterstrasse und Stadthausstrasse angebrachte grosse Steinrelief in Rokoko- umrahmung befindet sich jetzt in der Steinhalle des Museums. Dargestellt ist eine turmreiche Stadt an der See, letztere ist von zahlreichen Schiffen belebt; links und rechts von der Stadt Windmühlen. Am oberen Rande der Umrahmung auf einem Band die Inschrift: ZVR STADT AMSTERDAM.
Stallgasse.
9.„Zum Geierfalken.“ Zunftwappen(Bänder) mit der Jahreszahl 16. 75, s. Tfl. XXI.
14.„Zum Starkenberg.“ Auf dem einfachen Barockportal nach der Schlossergasse zu ein Metzger-Zunftwappen.


