Aufsatz 
Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Stadt Mainz : 1. Teil. Privatbesitz
Entstehung
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110 Schlossergasse—Schlossplatz—Schöfferstrasse—Schustergasse.

50. Im Höfchen eingemauert eine Steinplatte mit einem Hauswappen in Relief: ein Engel mit ausgebreiteten Flügeln, zu dessen Seiten weinstockähnliche Gewächse ausgehauen sind, darunter die Inschrift:

ZVM INGELHEIMER GRVND GENANT 1714.

Das Relief befand sich ehemals am danebenliegenden Eckhause (alte Lit. D 189). Die Abbildung nimmt wohl Bezug auf die Sage von der Entstehung Ingelheims(Engelheim).

Schlossergasse.

4.„Zur goldenen Kanne.“ An der Hausecke kleines Standbild der Muttergottes, mässige Arbeit. 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

40.„Zum Dorneck.“ Reste eines Renaissancepförtchens(got. gekreuztes Stabwerk). Am ersten Stock: Muttergottes mit Chrisuskind, halbe Lebensgrösse, Holz, gute Arbeit. 1. Hälfte des 18. Jahrh. Im Innern: einfache Stuckdecke, Renaissance- motiv(Kreise und Vierecke mit starkem Profil); 17. Jahr- hundert.

44. Auf dem Sturz der Haustüre: Zunftwappen mit der Jahreszahl 1757 und N. B.(Nagelschmiede). S. Taf. XXI.

Schlossplatz. 15. Das kurfürstliche Schloss(Stadt Main).

Schöfferstrasse.

1. Johanniskirchef. In der Sakristei got. Portalf, von der St. Georgskapelle der ehemaligen Domdekanei. Schaab I. 457(Kirchen).

7. Die Dekoration der Fassade dieses Hauses dürfte viel- leicht noch den letzten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts an- gehören, s. hint. Bleiche Nr. 67— 69; vergl. übrigens Schaab I, 384 und 362(19).

Schustergasse.

1.„Zur Nähkiste.“ Schaab I, 538 f. Im Erdgeschosse Lauben †, aus 4 Bogen(2 schmalen und 2 breiteren) bestehend; ihre Korbbogen ruhen auf breiten mit länglichen Diamantquadern besetzten Pfeilern. Die Korbbogen der schmäleren Eingänge sind gestelzt und ausserdem noch von einem S-förmigen gebroche- nen Giebel eingeschlossen. Die Schlussteine mit Barockkartuschen