Aufsatz 
Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Stadt Mainz : 1. Teil. Privatbesitz
Entstehung
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54 Holzstrasse Jakobsbergerstrasse Ingelheimer Aue.

Inschrift:Sieh Dein Vatter und Ich haben Dich 3 Tage mit Schmertzen gesucht, und die Jahreszahl 1722. Im Erdgeschoss Lauben, die Schlussteine der Wölbungen tragen Rokoko-Kar- tuschen mit Hausmarken, eine davon zeigt noch Kerbschnitt. S. Taf. XXI.

27. Holzturm(Stadt Mainz).

32.Zum Hemerrod, Hemdenrad, Löweneck, Bären, schwarzen Bären. An der Hausecke unter melonenartigem Bal- dachin grössere Muttergottesstatue mit Christuskind(dreiviertel Lebensgrösse), zu ihren Füssen der Knabe Johannes(vergl. Korb- gasse Nr. 13), am ornamentierten Sockel die Inschrift N. D. DE. MONPELIER(notre dame de M.). Gute Arbeit aus dem Anfang des 18. Jahrh. Im Hinterhaus: eine schwarze Marmorsäule, darauf ein Komposit-Kapitäl aus hellgrünem Marmor(4 jonische Voluten, einfaches dickes Blatt mit glattem Rand und senk- recht laufenden Rippen). Renaissancearbeit. Säule und Kapitäl scheinen ursprünglich zusammengehört zu haben; stehen aber schwerlich noch an ihrem ursprünglichen Standort. Sie sind wahr- scheinlich gelegentlich eines Neubaues im Boden gefunden und hier verwendet worden. Die Säule und Kapitäl tragen jetzt das Ende eines schweren Balkendurchzugs; ein ähnliches Kapitäl, aus dem ehemaligen in der Nähe gestandenen Templerhause stammend, befindet sich im Museum.

Jakobsbergerstrasse.

4. Hauspfortef von sehr fein gegliedertem Aufbau (Abb. Tfl. VII). Die flankierenden Pilaster tragen ein stark ausladendes, geschweiftes Gesims(vergl. damit das am Portale der Augustinerkirche). Auf dem Gesims eine jetzt leere Bild- nische; ihre breite Umrahmung, die ebenfalls von einem stark ausladenden Gesimse abgeschlossen wird, ist mit feinem Gefühle an die Architektur der darunter liegenden Pforte angegliedert. 2. Hälfte des 18. Jahrh.(zirka 176070?).

Ingelheimer Aue.

Das jetzige Restaurationsgebäude ist eine im Grundriss inter- essante Pavillonanlage aus kurfürstlicher Zeit.(Eremitage, Solitüde 1. Hälfte des 18. Jahrh.) Polygonale, zweistöckige Anlage mit stark ausspringenden, ebenfalls zweistöckigen, erker- artigen Anbauten und einem Vestibül, an dessen Decke ein ähnliches Ornament verwendet ist wie unter dem Balkone am Mittelrisalit des Offizierkasinos(ehem. Schönborner Hof) in der Schillerstrasse.