48 Grebenstrasse— Gutenbergsplatz.
20.„Zur Mühlen.“(Schaab I, 536.) Kleine, hölzerne, bemalte Muttergottesfigur, za. 1600.(S. u.) Schön geschnitzte, mit PFestons verzierte Haustüre, in der Mitte ihres oberen Teils ein Löwenkopf mit Ring im Rachen, durch den die Festons ge- zogen sind. 1. Hälfte des 18. Jahrh. Die ehemals an der Fassade befindliche holzgeschnitzte Gruppe: Himmelfahrt Mariaf (vorzügliche Arbeit aus der 2. Hälfte des 18. Jahrh.) jetzt in Privatbesitz. Abbild. Tfl. XVI(vergl. Augustinerstrasse Nr. 26).
21. Schön geschnitzte Türe. 2. Hälfte des 18. Jahr- hunderts.
24.„Zum Römer.“ Gotisches Portal†, dessen Hohlkehle reich mit Laubwerk verziert ist; um 1400. Abb. s. vor. Seite.
26.„Zum Lateran“,„römischen König“(Schaab I, 501 ff.) Erker, auf reich geschnitzten Holzträgern ruhend. Erste Hälfte des 17. Jahrhunderts(?). An dem Erker steht auf einem Sockel, der mit Ornamenten im Stil Louis XVI. verziert ist, das über- lebensgrosse Standbild eines gekrönten und geharnischten Mannes in langem, wallendem Mantel(römischer König, als Gegenstück zur Figur am„römischen Kaiser“). Die Figur trägt eigentüm- licher Weise noch einen Plattenharnisch an den Beinen bis zu den Füssen herab, obwohl die Arbeit schon der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. angehören dürfte. Unter dem Erker eine von 2 Pilastern flankierte Pforte, deren Entstehung noch in die Zeit von 1740 fällt. Auf der Rückseite nach dem Mauritzenplatz zu: ein Treppenturm mit gotischen Fenstern. Links führt unter dem Hause durch, der alte Durchgang, der sog.„Mauritzebogen“.
Gutenbergsplatz.
Das Gutenbergdenkmal und das Theater(städtisch). Über die Ge- schichte des Platzes. S. Schaab II, 176 ff.
1. Arkadenarchitektur im untersten Stock; im ersten Stock Blendbalkone mit Balustern. An der Stelle dieses Hauses stand der rechte Flügel der ehemaligen neuen Domprobstei, der nach den erhaltenen Kupferstichen von Mangin und Cöntgen † (auch auf der Mainzer Stadtbibliothek) dieselbe Architektur zeigte, vergl. auch die Ansichten des von Napoleon projektierten Theaterbaus, jetzt rechts von dem Eingang zu der Stadtbiblio- thek aufgehängt.(Schaab II, 189.) Auf den Bau des Hauses Gutenbergsplatz 1 beziehen sich wahrscheinlich die Angaben bei Schaab II, 178(Grafisches Haus), nach denen es im Jahre 1805 nach den Plänen des napoleonischen Ingenieurs St. Far erbaut worden sein muss.


