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Graben.
1.„Zum roten Kolben.“ Im Giebel der einfachen Fassade: behelmte weibliche Figur mit losem Haare; sie stützt die Linke auf einen Amazonenschild, die Rechte rafft das Gewand. Um 1800(wenn nicht neuesten Datums und nachträglich hier ein- gesetzt).
3.„Zum Sensenstein.“ Einfache dreistöckige Barockfassade mit Mittelrisalit und Giebel, in einem Teil der Penster Rokoko- kartuschen als Schlussteine. Zwei geschnitzte Haustüren, Balkon mit reich skulpierten Konsolen und schönem, schmiedeeisernem Gitter, in dem rechts und links von einer Rosette(Sonne?) die verschlungenen Initialen N. C. und B. Z.(?) zu sehen sind. Auf dem Schlussteine eines Fensterbogens unter dem Balkone: ge- kröntes Wappen(Hausmarke?), ausgestreckter Arm mit Sense in der Hand(?),(vergl. zum Sensenstein), stark übertüncht. Im ersten Stocke in zwei Zimmern schöne Stuckdecken im Stile Louis XVI. und zwei schmale Kamine, die ebenfalls im Stile Louis XVI. gehalten sind(Festons, Medaillons). Auch sonst ist die ältere innere Einrichtung ziemlich gut erhalten(Flügeltüren).
5.„Zur kleinen Sensenschmiede.“ Im Erdgeschoss Lauben mit Korbbogen und grotesken Masken als Schlussteinen. Die Zwickel zwischen den Bogen mit Flachornament(Rankenmuster) verziert. Uber der geschnitzten Türe ein Oberlicht mit Schmiede- eisengitter. Im ersten Stock: Stuckdecke(derbes Bandmuster, za. 1730) und ein geschnitztes Treppengeländer.
7.„Zum Oswald.“(Schaab I, 540.)— Renaissance- bauf. An der Haustüre sind auf dem Sockel der jetzt ver- schwundenen Gewände noch zwei Löwenköpfe in Relief sichtbar. An den Hausecken starke Bossenquader.— Wohl erhalten ist, von der Fassade nur noch der dreistöckige Renaissancegiebel, dessen einzelne Felder durch je zwei auf Kragsteinen ruhende Halbsäulen vertikal gegliedert werden. Die Umrahmung des Giebels besteht aus S-Kurven, die in Voluten auslaufen, und kleinen Pyramiden. Im unteren Giebelfeld die Jahreszahl 1596. Auf der Rückseite des Hauses Treppenturm mit Wendeltreppe. Am Eingang des Turmes Renaissancepförtchen(gotisches Stab- werk); im Turme in einer Fensternische: geschnitzter Rokoko- wandschrank; auf der Hofseite ein Renaissancepförtchen(gekreuztes Stabwerk) von dem Typus wie im Hause„Zum Stein“, Wein- torstrasse Nr. 1 und öfters.(Das Haus„Zum goldnen Hirsch“ lag gegenüber; Holzstrasse Nr. 1.)
Mit den Nachbarhäusern bildet das Haus„Zum Oswald“ eine interessante Häusergruppe.


