4 Gärtnergasse— Gaugasse— Goldenbrunnengasse. 45
Gärtnergasse.
1. In der Torfahrt gotische Madonna(Stein) za. 1400 (steht nicht an ihrem ursprünglichen Platze, stammt wahrschein- lich von einem älteren Baue).
Gaugasse.
6.„Zum Rebenstock.“ An der Hausecke gekrönte Mutter- gottes mit Christuskind unter muschelartigem Baldachin; auf einfachem Sockel. Vielleicht noch 17. Jahrh. Uber dem Erdgeschoss kleines, geschiefertes Vordach. Darunter 3 schön geschnitzte Holztüren(Rokoko) mit prächtigen, schmiede- eisernen Oberlichtern, die in der Mitte die Initialen J. M. (Michel) tragen.
10.„Zum Donnersberg.“ Schönes, durchbrochen ge- schnitztes Treppengeländer, das bis in den 2. Stock führt. Mitte des 18. Jahrh.
26.„Zur Windmühle.“ Zwei grosse Laubbogen, an den Schlussteinen mit grotesken Masken verziert; zwischen den Bogen eine Kartusche, wahrscheinlich für Litera und Haus- nummer bestimmt. Mitte des 18. Jahrh.
31.„Zur Windmühle.“ Renaissance-Pforte † mit Ober- licht; auf dem Sturze die Jahreszahl 1624. Der Sturz zeigt noch ganz flachen Spitzbogen. Am Gewände und Sturz lang- gezogene Diamantquader. Fachwerkbau?
32. Kleine Muttergottesfigur in verglaster Nische(Rokoko).
36. In einfacher Nische Standbild des hl. Joseph mit Christuskind, besonders in der Gewandbehandlung gute Arbeit (Holz). Anfang(2) des 18. Jahrh.
55. Barockpfortet mit Oberlichtgitter.
Goldenbrunnengasse.
6. Reich geschnitzter Eckpfosten, Spätrenaissance(Fach- werkbau?).
10. Haustüre, die mit Schnitzereien in Rokoko reich ver- ziert ist.
.— Rückseite des St. Marieninstituts mit einer Hausmarke
(ein Hörnchen und die Jahreszahl 1697), vergl. Schaab I, 353, (XCVII, 3): Die Hausmarke befand sich früher über einem Pförtchen.


