44 Franziskanerstrasse— Fürstenbergerhofgasse— Fuststrasse.
3.(Brauhaus zum Gutenberg) ehemals zum„Hof zum Jungen“ gehõrend.(S. Emmeransstrasse 18/20.) Spätgotischer Treppengiebel. UÜber dem einfachen Tor(Rundbogen, einfaches Profil) die Jahreszahl 1666. Im Hofe ein Treppentürmchen. Nach Schaab I, 486 soll in dem Zimmer neben dem Tore auf einem Kragstein das Wappen derer zum Jungen(drei überein- anderliegende Jagdhörner) eingemeiselt sein. Mit Gutenbergs Druckerei hat dieses Haus nichts zu tun(vergl. Falk zur alten Topographie von Mainz S. 7 f.).
Fürstenbergerhofgasse.
27. Hübsche Barockfassade mit Giebel und Fensterarchi- tektur. An allen Fensterstürzen befinden sich Rokokokartuschen in verschiedenen Formen. Geschnitzte Haustüre und Treppen- geländer. Zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts.
29. Muttergottes mit Christuskind in einer Nische, an deren Sockel ein Wappen. Einfach geschnitzte Türe im Stil Louis XVI.
Fuststrasse.
1. Im Giebel des Neubaues, nach der Präsenzgasse zu, Abguss nach der gotischen Madonna am Hause Schusterstrasse 35.
7. Gotische Madonna f. Hervorragende Arbeit.(Geistlich- keit.) Mz. Journ. 1900, 22. Aug.(Schneider).
11. Kesselstatter Hof. Antiq. Wanderg. f. 186 f. Das jetzige Haus wurde erbaut 1837, an seiner Vorderseite befand sich das jetzt im Hofe an der Rückwand des Hauses angebrachte Hocbrelief: Krönung Maria(hl. Dreifaltigkeit) in reichem, geschwungenem Barockrahmen mit Muscheldecke; Maria, auf Wolken schwebend, aus denen Cherubköpfe hervorschauen; rechts Gottvater mit der Weltkugel, links Gottessohn mit Kreuz, die Krone über Marias Haupt haltend. Darüber in der Muschel- nische die Taube. Aus der Umrahmung wächst langgezogenes Akanthuslaub(vergl. die Nische am Portal des arm. Klaraklosters, Klarastrasse Nr. 15.) Am Sockel in reichen Kartuschen die Wappen: in der Mitte: von Kesselstatt, rechts und links an den Ecken: von Kesselstatt und von der Leyen(?). In einem Zimmer des ersten Stockes mit Stuck verzierte Flügeltüren und Decken im Stil Louis XVI.; ganz ähnliche Türen im Hause mittl. Bleiche Nr. 40(ob nicht nach diesen kopiert?).


