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andern ſchriftlichen Uebungen angemeſſen beſchäftigt werden. Die ganze Schülerzahl ſollte in drei Abteilungen nach den drei Jahrgängen ab⸗ geteilt und gemeinſchaftlich ſollten Leſen, Schreiben, Rechnen, Zeichnen, Singen, Geſchichte, Natur⸗ und Erdkunde behandelt werden. Die Disziplin ſollte die richtige Mitte zwiſchen väterlicher Milde und Strenge halten. Körperliche Züchtigungen ſollten erlaubt ſein, jedoch ſoviel als möglich vermieden werden.
Der Lehrplan für dieſe einklaſſige Schule geſtaltete ſich folgender⸗ maßen: Religion(konfeſſionell)........... 2 Stund. Bibliſche Geſchichte Deutſche Sprache.. Franzöſiſche Sprache... Naturkunde und Technologie. Erdbeſchreibung und Geſchichte.. Mathematik(Geometrie und Arithmetik). Zeichnen............. Schönſchreiben. Geſang
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34 Stund. (11. Engliſch für die beiden oberen Abteilungen 3 Stunden.)
Nach dieſem Normal⸗Lehrplan wurde nun auch in der Realſchule in Höchſt mit einigen Modifikationen unterrichtet. Freilich zu beneiden war der Lehrer nicht, der drei Abteilungen gleichzeitig zu unterrichten bezw. zu beſchäftigen hatte. Und wenn es dem Reallehrer Becker nach dem Bericht ſeines Schulinſpektors trotz aller äußeren und inneren Schwierigkeiten gelang, die Schüler ſoweit zu fördern, daß er ſich mit ihnen in den beiden Fremdſprachen unterhalten konnte und daß ſie im⸗ ſtande waren, ihrem Alter angemeſſene Briefe darin zu ſchreiben, ſo verdient ſein Eifer und ſein pädagogiſches und didaktiſches Geſchick die höchſte Anerkennung, zumal wenn man noch berückſichtigt, daß ſo ziem⸗ lich alles in der Schule gelernt werden mußte; denn vom Privatfleiß der Schüler war wenig zu erwarten,„indem dieſelben in den Stunden außer der Schule entweder von den Eltern zu Kommiſſionen und Hand⸗ arbeiten angehalten werden(oder) ſich ſelbſt überlaſſen auf der Straße herumlaufen und daher der Lehrer für den Privatfleiß nicht verant⸗ wortlich ſein kann.“
Eine beſſere Geſtaltung erfuhr der Lehrplan, als im Jahre 1846 die zweiklaſſige Realſchule eingerichtet wurde. Da der Lehrplan mit geringen Abweichungen in den einzelnen Semeſtern im großen und ganzen derſelbe blieb, mag es genügen den Plan vom Sommerhalbjahr 1846 hier abzudrucken:


