Deputation war. Infolge des starken Wachstums der Schule wurde das Gebäude im Laufe der Zeit mehrfach erweitert. Trotzdem muhßten im Jahre 1873 zwöll Vorschulklassen und zwei Mädchen- klassen in das sogenannte Scherbiussche Haus am Bockenheimer Tor verlegt werden, um Raum zu schaffen. Im Herbst 1876 bezog die Elisabefbenschule, die als selbständige Mädchenschule von der Musterschule abgezweigt wurde, das für sie neuerrichtefe Schulgebäude in der Börsenstrahe 2, in dem heufe die Sfädtische Handelslehranstalt! untergebracht ist.
1880-1901
Die unbefriedigenden Zustände in dem Loderhosischen Hause machten einen Neubau nofwendig,
der im Hermesweg 12 aufgeführt und 1880 bezogen wurde. Die Verlegung erwies sich für die Entwicklung der Schule als sehr ungünstig. Die Zahl der Schüler sank so sehr, daß die Doppel- klassen(mit Versetzung zu Ostern und Michaelis) eingingen. Bei der UÜbernahme der Leitung durch Direktor Max Walter Ostern 1894 z5hlte die Vorschule nur noch 40 und die Hauptan- stalt 195 Schüler. In das Loderhosische Anwesen, das mit der Zeit gänzlich umgestaltet worden
war, wurde die Liebfrauenschule verlegt.
Ab 1901
Im Jahre 1901 siedelte die Musterschule in das für sie neuerrichtete Sebäude im Oberweg 5-9 über, wo sie sich noch heufe befindef. Der Umzug in den günsfigeren Stadtteil hatte wieder ein Anwachsen der Schülerzahl im Geſolge. Doch erscheint es fraglich, ob die Lage auf die Dauer als vorfeilhaft zu bezeichnen ist. In unmiftelbarer Nähe liegen die Adlerflycht- und die Selekten- schule, das Philanthropin, die Hasselsche Realschuſe und nicht allzuweit entfernt die Klinger- Oberrealschule. Eine solch unzweckmähige Hauſung von höheren Schulen, die sonst im ganzen Stadtgebiet nirgends vorkommt, muß wohl in absehbarer Zeit durch Verlegung einer Schule in einen neuen Siedtteil, wo Bedarf besteht, aufgelockert werden.
BESIAND AM 18. APRlL 1928.
Am 1. April 1925 wurde die Musterschule als große Doppelanstalt anerkannt. Im Sommer 1925 wurde das Landheim in Soden verkauft; 1926 begannen die Studienfahrten für die Oberprimen, 1927 für die gesamte Oberstufe. Ostern 1928 wurde die Schule als Ausbildungsanstalt für
Studienreferendare bestimmt.
OBERSTUDIENDIREKTOR: Dr. Peter Müller(seit Sommer 1923).
OBERSTUDIENRATEDV. Gustav Sander, Paul Olbrich(letzterer als Fachberater f. d. n. Sprachen).
SIUDIENRATE, Dr. Wilhelm Dick, Dr. Friedrich Gündel, Dr. Konrad Weidemann, Leo Reuter, Dr. Ernst Zickel, Dr. Paul Schroeder, Dr. Karl Thüre, Dr. Hermann Eichholz, Gerhard Wilken, Otio Hepp, Dr. Albin Hofmann, Johannes Barth, Dr. Karl Euler, Dr. Wilhelm Jungblut, Dr. Eduard Ziehen, Dr. Wilhelm Müller, Heinrich Schäler, Dr. Paul Michel.
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