Aufsatz 
Über den Elementar-Unterricht in der lateinischen Sprache / Wilhelm Münscher
Entstehung
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51 des Kurprinzen und Mitregenten, ernannt, fast anderthalb Jahre lang diesen Beruf er- füllt hatte, wurde er in Gemäßheit eines Höchsten Rescripts vom 25. April(Ministerial- Rescript vom 4. Mai) dem hiesigen Gymnasium wieder gegeben und begann, den 18. Mai am Schluß der Erbauungsstunde im Beisein aller Lehrer und Schüler, von denen Manche in ihm ihren alten Lehrer mit Freuden begrüßten, von dem Director eingeführt, am 20. Mai seinen Unterricht am hiesigen Gymnasium, indem er ganz in dieselben Un- terrichtsgegenstände eintrat, die Dr. Volckmar gelehrt hatte und zugleich das Ordinariat von Quarta übernahm. Das Amt eines Bibliothekars dagegen, das Dr. Volckmar mit vieler Liebe zu diesem Geschäft besorgt hatte, wurde sammt der mit demselben ver- bundenen Wohnung im Gymnasial-Gebäude dem Gymnasiallehrer Pfarrer Wiegand übertragen. Der Cursus des Sommerhalbjahrs ging dann, nur durch die wenigen freien Tage auf Pfingsten und durch die vom 6. bis zum 27. Juli einfallenden Sommer- ferien unterbrochen, bis zum 1. Oct. fort. Doch muß ich noch einige Ereignisse erwäh- nen, die im Laufe desselben das Gymnasium betrafen. Am 19. April erkrankte einer der jüngeren Schüler, der Quartaner Carl Jericho, Sohn des Revierförsters in Herin- gen und erlag schon den 22. Morgens der bösartigen Krankheit, einer eigenthümlichen Art von Bräune, trotz aller von dem Gymnasiums-Arzte Dr. Dellevie aufgewandten ärztlichen Mittel. Seine Leiche wurde von einer Zahl der Schüler, die sich freiwillig dazu erboten, zu Grabe getragen und von dem auf die Nachricht von dem gefährlichen Zustande des Sohnes mit seiner Gattin herbeigeeilten Vater sowie allen Lehrern und Schülern des Gymnasiums unter Trauergesängen zur Erde bestattet. Am Grabe sprach der Director die Gefühle aus, die der schnelle Tod eines hoffnungsvollen Schülers in der Blüthe seiner Jahre(er war erst 13 ½ Jahre alt) erregen mußte. Einen ähnlichen Verlust erlitt das Gymnasium einige Monate später, indem der Ober-Secundaner Heinrich Laß, Sohn des Rectors der Stadtschule zu Felsberg, der, weil eine dauernde Cur nothwendig schien, einige Zeit vorher nach Haus gegangen war, an der Lungenschwindsucht am 1. Juli, fast 19 Jahre alt, in seiner Heimath starb. Der Verlust dieses braven und sehr fleißigen, auch wohlbe- fähigten Schülers wurde von seinen Lehrern und seinen Cameraden sehr bedauert und sein Andenken bei einer Versammlung im Gymnasium durch eine kurze Ansprache des Dr. Deichm ann an die Schüler begangen. Durch einen andern Todesfall, durch den Tod des Oeconomen Heinrich Stemler, in dessen und seines Vaters Händen seit 61 Jahren die Besorgung des Freitisches am hiesigen Gymnasium gewesen war, wurde die Stelle eines Oeconomen oder Speisewirths kurz vor dem Ablauf des mit ihm bestehenden

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