Aufsatz 
Eine Italienfahrt im Frühling / von Müller
Entstehung
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Sonntag, den 4. März führte der GesangvereinPaulus unter Mitwirkung nam- hafter Solisten und der Kapelle des 116. Infanterie-Regiments und unter der bewährten Leitung des Oberlehrers Dr. Gundlach in der evangelischen Kirche das OratoriumDie Schöpfung von Jos. Haydn auf. Das überaus zahlreich besuchte Konzert fand allgemeinste

Würdigung. Von Montag, dem 5. bis Freitag, den 9. März fand die schriftliche Abschlussprü-

fung statt. Samstag, den 10. März wurde in der Aula der 7. öffentliche Vortrag gehalten.

Der Oberlebrer Angersbach bebandelte in gründlicher, wohldurchdachter Ausfübrung die diluviale Eiszeit.

Montag, den 26. März wurde unter dem Vorsitz des Direktors die Abschlussprüfung und Donnerstag, den 29. unter Vorsitz des Herrn Geheimerat D. Dr. Lahmeyer die

Reifeprüfung abgehalten. Sämtliche 25 Abiturienten bestanden dieselbe, 14 wurden von

der mündlichen Prüfung befreit. Leider wurden uns in diesem Schuljahre 2 brave Schüler durch den Tod entrissen

der Oberprimaner Wilhelm Schäfer und der Quartaner Friedrich Hemming. Das Gymnasium wird denselben stets ein freundliches Andenken bewahren. Im brigun war der Gesundheitszustand der Schüler befriedigend. Von den Mitgliedern des Lehrer- kollegiums erkrankten im Laufe des letzten Vierteljahrs zwei an Influenza und mussten

einige Zeit vertreten werden. Die patriotischen Gedenktage wurden auch in diesem Jahre in üblicher Weise ge-

teiert.

Personalnotizen über die neueingetretenen Lehrer.

Joseph Gombert, geboren am 19. März 1851 in Niederelbert, Unterwester- waldkreis, katholischer Konfession, erbielt seine Vorbildung auf der Realschule zu Monta- baur und dem Gymnasium zu Hadamar und widmete sich von Ostern 1871 ab in dem Seminar zu Mainz und auf der Universität Würzburg dem Studium der Theologie. Am 13. März 1875 zum Priester geweiht, übernahm er am 30. April desselben Jahres die Stelle eines Hausgeistlichen bei den barmberzigen Brüdern in Frankfurt a] M. und erteilte von 1881 bis 1886 den Religionsunterricht am Hasselschen Institut. Januar 1884 wurde er zum Kaplan am Dom und Juli 1885 zum Religionslehrer an dem städtischen Gym- nasium und an der Selektenschule, sowie an dem katholischen Töchter-Institut ernannt. Am 1. Oktober 1886 erhielt er die Pfarrei Daisbach bei Michelbach a. d. Aar und wurde am 19. Septbr. 1898 als Pfarrer und katholischer Religionslehrer nach Weilburg versetzt.

Franz Joseph Schlitt, geboren den 2. Febr. 1860 ia Thalheim, Kreis Lim- burg, katholischer Konfession, besuchte von Ostern 1874 bis Michaelis 1881 das Königl. Gymnasium zu Hadamar. Von dort mit dem Reifezeugnis entlassen, widmete er sich auf den Universitäten Berlin und Marburg dem Studium der Philologie und Philosophie. Nach- dem er in Marburg im Januar 1886 die Prüfung für das höhere Jehramt bestanden hatte, wurde er Ostern desselben Jahres von dem Königlichen Provinzial-Schulkollegium zu Cassel dem Gymnasium in Hanau zur vorschriftsmässigen Ableistung des Probejahres über- wiesen. Seit Ostern 1887 bekleidete er die Stelle eines wissenschaftlichen Hilfslehrers am

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