Aufsatz 
Für welche Fachwissenschaften haben die heutigen Realgymnasien vorzubereiten?
Entstehung
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an die Wurzel unserer ganzen Lebensverhältnisse greift, dass über dessen hohe Bedeutsamkeit kein Wort hinzuzufügen ist es ist der Beruf des Arztes, auf dessen Kunst sich das Auge des Leidenden hoffend richtet und der, wo diese ausreicht, als ein Retter aus der Noth, sowie als Mann der Wissenschaft überhaupt, eine beneidenswerthe Stellung hat.

Für sein Studium wird nach meiner Ansicht ein Realgymnasium rechter Art in Zukunft die geeignetste Vorschule bilden.

Zur Führung des Beweises dieser Behauptung wird es nöthig sein, den Weg etwas näher in's Auge zu fassen, welcher in der Regel beim Studium der Medicin befolgt wird. Dasselbe lässt sich füglich in ein propädeutisches, ein fachwissenschaftliches im engern Sinne und ein praktisches theilen. Dem- nach wird in die erste Zeit die Betreibung der Botanik und Zoologie, der Physik, Chemie und Meteorologie, sowie der philosophischen Studien, namentlich der Psychologie fallen. Weil aber die Fachstudien im engern Sinne von so ausserordentlichem Umfange sind, so wird ausser diesen Gegenständen noch gleichzeitig mit der Anatomie des menschlichen Körpers in seinem normalen Zustande zu beginnen seyn, da noch die vergleichende Anatomie, die Physio- logie für die normalen Zustände zu studiren bleiben. Hierauf erst können die pathologische Anatomie, die somatische und psychische Pathologie und Therapie nebst allen ihren einzelnen Beiläufern an die Reihe kommen, woran sich zuletzt die practischen Uebungen unter Anleitung des Lehrers anschliessen.

Fangen wir wieder bei dem ersten Studienjahre an und sehen wir zu, was Alles auf den Eintretenden hereinstürmt. Es rücken an die botanische Terminologie, die Systemkunde und die Pflanzennamenpaare, während die Pflanzen selbst nach ihren charakteristischen Merkmalen sicher unterschieden sein wollen. Die Physik und die Psychologie kommen in dieser Beziehung weniger in Betracht; desto mehr aber die Chemie mit ihren mannigfachen Namen und ihrer Zeichensprache, mit ihren Zusammensetzungsverhältnissen und zwar nicht bloss die anorganische, sondern für den Arzt noch insbesondere die ohne jene absolut unzugängliche organische sowohl der Pflanzen als der Thiere. Und nun hierzu noch die Anatomie, die vielleicht der zu behaltenden Benennungen so viele bietet, als jene auf das Nöthigere beschränkten Fächer

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