Aufsatz 
In welcher Beziehung steht die lateinische Sprache zu den Lehrgegenständen der heutigen Realgymnasien?
Entstehung
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Johann Heinrich Traugott Müller, geboren den 6. Auguſt 1797 zu Friedersdorf in der Niederlauſitz, bezog, nachdem er das Gymnaſium zu Sorau 5 Jahre beſucht, Oſtern 1817 die Univerſität Leipzig, wo er 5 Jahre Theologie und ſpäter Mathematik und Naturwißenſchaften ſtudirte, wurde den 6. Juli 1822 als Oberlehrer hauptſächtlich für die Fächer der Mathematik und Phyſik am Dom⸗ gymnaſium zu Naumburg in der Provinz Sachſen angeſtellt, und übernahm zu Michaelis 1835 zugleich noch den Unterricht in den Naturwißenſchaften an der dortigen Gewerbeſchule. Bald darauf wurde derſelbe nach Gotha berufen, um dort die Direction des zu errichtenden Realgymnaſiums zu übernehmen. Nachdem er vom Juli 1836 bis Ende 1844 dieſes Amt verwaltet, folgte er einem ehrenvollen Rufe nach Wiesbaden, um auch hier der Leitung des neuerrichteten Herzoglichen Realgymnaſiums ſich zu unterziehen, wo derſelbe Oſtern 1845 in ſeinen Wirkungs⸗ kreis eingeſetzt wurde. Von ſeinen Abhandlungen und Schriften erwähnt er:

Disquisitiones de tetraéädro. Numb. 1831.

Ueber die Schwerpuncte der Seitenauadrate des geradlinigen Dreiecks. Eb. 1835.

Ueber die ſymmetriſchen Kreisvielecke von ungerader Seitenzahl. Gotha 1840.

Disquisitiones de polygonis solidis et de polyedris simplicibus. Ib. 1841.

Darſtellung der Grundeigenſchaften der Prismoide. Eb. 1842.

Lehrbuch der allgemeinen Arithmetik für Gymnaſien und Realſchulen. Halle 1838.

Lehrbuch der geſammten Geometrie. 1r Theil. Cb. 1844.

Vierſtellige Logarithmen der natürlichen Zahlen und Winkelfunctionen, nebſt

den Gaußiſchen und andern Hülfstafeln. Eb. 1844.

u. ſ. w.

Heinrich Joſeph Scheuer, geboren den 7. Februar 1809 zu Hadamar, erhielt nach ſeines Vaters Tode(1814) zu Haiger den Elementar⸗, und außerdem Privatunterricht im Zeichnen und in der Mathematik, und beſuchte von 1823 bis 1825 das Pädagogium zu Dillenburg. Von 1826 1831 bildete ſich derſelbe zu Arnsberg in Weſtphalen unter dem Maler Hurol im Zeichnen und in der Malerei weiter aus, und erhielt zu ſeiner Aufmunterung eine außerordentliche Unterſtützung von dem Koͤnigl. Preuß. Miniſterium. Von 18311834 widmete er ſich auf der Kunſtakademie zu Duſſeldorf der Malerei, und wurde im Februar 1841 am Päda⸗ zogium, nachmals Gymnaſtum, zu Hadamar proviſoriſch, und am 1. Juli d. J.