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ausgehen, der am einen Ende fest, am anderen einer longitudinalen Erregung ausgesetzt ist. Schon Duhamel unternimmt am Schlusse seiner berühmten Abhandlung eine ähnliche Entwickelung und findet wiederum das allgemeine Resonanzgesetz, dass die Periode der Resonanzschwingungen mit der Periode des Erregers übereinstimmt, während die Eigenschwingungen allmählich verschwinden. Auch Rayleigh gibt a. a. O. auf S. 262 etc. entsprechende Entwickelungen, welche sämtlich nicht dazu berechtigen, der Gleichung obligatorischer Longitudinal-Schwingungen dieselbe Form der transver- salen zu geben.— Über die Ableitung der Schwingungskurven ist weiter nichts zu sagen, als dass sich dieselbe in jedem Werke über diesen Gegenstand findet. In Fig. 5 der Dissertation zu S. 29 ist eine Tertiärschwingungsfigur zu zeichnen versucht worden. Ich selbst habe aber niemals etwas KXhnliches gesehen und auch Postala bezeichnet die tertiären Vibrationen als sehr schwach.
Der Schluss der Elsasschen Polemik wird auf S. 29(§. 8) dadurch gemacht, dass Wüllners Ansicht über das Zustandekommen der Transversalschwingungen in der Parallelstellung ergänzt wird, nachdem seine Anschauungen im ganzen und grossen doch adoptiert worden sind. Die Aus- einandersetzung(S. 29 unten) ist unverständlich, und die Voraussetzung(S. 30 oben),„der Faden sei kürzer, als dass die Stimmgabelbewegung eine volle longitudinale Halbwelle erzeugen kann“, erscheint mir ungenau. Will Herr Elsas die Parallelverschiebungen wirklich obligatorische Longi- tudinalschwingungen nennen, so muss er doch auch einsehen, dass gerade eine Halbwelle auftritt, deren Knoten im festen Endpunkte liegt. Der Vergleich mit dem Stabe(S. 30) macht seine An- schauung nicht klarer, ebensowenig wie das längere Citat aus Tyndall. Die Verwirrung steigt noch auf S. 31, wo nun plötzlich der Faden in der Parallelstellung Ligenschwingungen ausführen soll, die nur durch Stimmgabelbewegung unterhalten werden. Vergleichen wir ferner Fig. 6(aus Tyndall entnommen) mit Fig. 7(zu S. 31), so wird schwerlich Jemand die Möxglichkeit zugeben, dass die Schnur die obere Grenze ihrer Ausschwingung dann erreichen kann, wenn der Erreger (hier die Hand) die grösste Entfernung vom festen Ende hat. Was endlich den Schlussabsatz des §. 8 betrifft, so scheint Herr Elsas wieder etwas an seiner Auffassung von„Eigenschwingungen“ irre zu werden, indem er sie mit den Schwingungen der Luft in einem Resonator vergleicht. Offenbar ist von ihm der Unterschied zwischen Eigen- und Resonanzschwingung nicht genau aufgefasst worden, und gewiss würde das Studium der Weberschen Schriften hiervor bewahrt haben. Dass ein Unterschied zwischen primären und sekundären Resonanzschwingungen existiert, sieht man schon an der Verschiedenheit der Periode. Wäre der Faden ein Stab, dessen eines Ende fest erhalten, das andere Parallelerregungen unterworfen würde, so könnten natürlich nur Resonanzschwingungen von derselben Periode des Erregers entstehen. Ein Faden dagegen wird durch Paralleldehnungen und Zusammen- ziehung in ganz aussergewöhnliche Bedingungen versetzt’, die aber gar nichts mit Eigenschwing- ungen zu thun haben, und liefert Resonanzschwingungen mit verwandten Perioden(2 T, 2¶ 71).
Der§. 9 bringt im ganzen bedeutungslose Experimente. Die Umsetzung von Longitudinal- schumgungen in transversale ist schon durch Savart hundertfältig bestätigt. Dabei ist es nach Weber ganz einerlei, ob wirkliche harmonische Schwingungen oder nur unregelmässige Erschütte- rungen eintreten. Oberflächlich ist die Auffassung(S. 33 und 34), dass an der Übertragungsstelle der Erschütterungen ein Knotenpunkt liegen soll. Wenn die Beobachtung derartiges liefert, so ist


