Aufsatz 
Gebrauch von syn und meta c. Gen. bei Euripides
Entstehung
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44 erwiesen.— Am 22. September fand ein Schauturnen der Gymnasiasten im Turnsaal der Ostendschule statt, unter Leitung des Herrn Inspector Danneberg, im Beisein der Schulbehörden, des Lehrercollegiums und der Eltern der Schüler; es zeigte durchweg ernstes Bemühen und manche recht erfreuliche Leistungen;

wir denken es im nächsten Jahre zu wiederholen und vielleicht zu einem Turnfeste zu erweitern.— An der Volkszäühlung am 1. December betheiligten sich sechs jüngere Lehrer des Gymnasiums.

Der Nothstand unseres Gymnasialgebäudes hat sich fühlbarer gemacht als je. Da wir bei dem Mangel an Licht im Winter oft bis 10 Uhr und lünger Gas brennen müssen, von allen Seiten aber (im December) die Klagen sich häuften, man könne bei den Gasflammen nicht sehen, wurde eine Revision angeordnet, welche ergab, dass die Gasröhren zu eng waren; diese wurden also erweitert.— Am 20. u. 21. Februar überschwemmte das Hochwasser des Mains unseren Schulhof, drang in den»Turn- saal« und stand mehrere Fuss hoch in der Predigerstrasse, so dass Lehrern und Schülern der Eingang versperrt war. Als am 22. Februar der Wasserstand so weit wieder gesunken war, dass man ins Haus kommen konnte, wurde in den beiden im Parterre belegenen Classen(IIb und IVA) über kalte Füsse, dumpfe Luft u. s. w. geklagt; der Director sah sich also genöthigt, diese Schüler vorerst nach Hause zu schicken und sofort eine sanitätliche Untersuchung zu veranlassen. Diese ergab, dass Alles, was im Parterre lag, also der»Turnsaal« und die beiden genannten Classenräume vorerst unbenutzbar seien. Da uns keine andere Localitäten zur Verfügung gestellt wurden, mussten wir uns endlich selbst helfen, so gut wir konnten., Wir schafften also die Bibliothek in eins der feuchten Parterrezimmer, verlegten IVA in die frühere Bibliothek, und brachten, durch Aufgeben des Lehr- zimmers für den Sonderunterricht der Katholiken(die wir ins Conferenzzimmer verwiesen) auch IIb unter. Doch musste bis 1. März ein grosser Theil des-Unterrichts ausfallen. Für das Turnen erhielten wir, nach mehrwöchentlicher Pause, dann das Local der mittleren Bürgerschule zur einstweiligen Be- nutzung.— Wann wird die altberühmte Lehranstalt aus dem Zustande traurigen Nothbehelfs in ein ihrer würdiges Definitivum übergehen? Kaum hatten wir uns der Hoffnung hingegeben, dass aut Grund gemeinsamer Beschlüsse der städtischen Behörden am Hermesweg ein Neubau aufgeführt werden würde, als Projecte auftauchten, welche das Gymnasium entweder in die Liegenschaft der polytechnischen Gesellschaft oder in die der Mädchenmusterschule an der Kastenhospitalstrasse verlegen wollten. Ganz abgesehen davon, dass die Unterbringung des Gymnasiums in einer ursprünglich für andere Zwecke und Bedürfnisse bestimmten Räumlichkeit unter allen Umständen etwas Missständiges hat, muss das fortwährende Schwanken der Ansichten ein gewisses Gefühl der Unbehaglichkeit erzeugen, und der Befürchtung Nahrung geben, dass eben auch hier das Bessere der schlimmste Feind des Guten ist.

Das Lehrercollegium beschäftigte sich in seinen Berathungen, ausser den laufenden Gegen- ständen, besonders mit folgenden Puncten:

1. Ueber die Form der Zeugnisse und der dem Gymnasium verbleibenden Censurlisten fanden während des Sommers eingehende Verhandlungen in mehreren Conferenzen statt. Die ziemlich stark auseinandergehenden Meinungen vereinigten sich doch über zwei Puncte leicht: 1. dass die nutzlose Umständlichkeit der sogenannten"grossen Censurlisten« aufzugeben sei und statt dessen vollständige und genaue Copien der den Schülern ertheilten Zeugnisse(also auch, was bisher nicht üblich war,