Aufsatz 
Gebrauch von syn und meta c. Gen. bei Euripides
Entstehung
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Schulnachrichten.

Während des Jahres 1875/76 erfuhr das Lehrercollegium grosse Veränderungen. Um Michaelis 1875 gingen acht Lehrer ab: Herr Prof. Dr. Genthe, um einem Rufe als Director an das Landes-Gymnasium zu Corbach zu folgen, die Herren Dr. Noll, Höffler, Mauss und Gräf, um zwei allein am Gymnasium angestellten Lehrern für Naturwissenschaften, Zeichnen, Singen, Schreiben, Rechnen und Turnen(die Stunden des Herrn Inspector Danneberg wurden vermindert) Platz zu machen; Herr Caplan Breuers, wegen Kränklichkeit; endlich die nur provisorisch verwandten Herren Dr. Herrlich, welcher an das Humboldt-Gymnasium in Berlin, und der Probecandidat Herr W. Stern, welcher an das Real-Gymnasium zu Pforzheim berufen wurde. Allen diesen Herren, nament- lich denen, die sich durch längere Wirksamkeit bewährt haben, wird das hiesige Gymnasium für ihre pflichttreue und erfolgreiche Thätigkeit ein dankbares Andenken bewahren. Als neue Lehrer traten im Herbst ein: 1) definitiv die Herren Dr. Römer, Caplan Butz, Weidenbusch und Schmidt; 2) provisorisch Herr Dr. Kemmerling und der Probecandidat Herr Dr. Wid- mann; wie der Unterricht vertheilt wurde, ergibt sich aus der am Ende dieser Schulnachrichten angehängten»Uebersicht des Lehrcursus«. Da von Ostern 1876 an nicht nur Quarta und Untertertia getheilt bleiben werden, sondern auch noch Obertertia getrennt werden muss, so werden mit dem neuen Schuljahr drei neue Lehrer, die Herren Dr. Berch(bisher an dem Königl. Gymnasium in Kiel), Dr. Gillhausen(bisher an dem Königl. Wilhelms-Gymnasium in Berlin) und Dr. Reuss (bisher an der Realschule erster Ordnung in Cöln) definitiv eintreten.— Während der zweimonat- lichen Reise des Herrn Prof. Dr. Riese nach Italien(April, Mai 1875) wurde dessen Amt von Herrn Dr. Kemmerling versehen; den Geschichtsunterricht der Katholiken, während der Abwesen- heit des Herrn Prof. Dr. Janssen im Landtag, übernahmen Herr Prof. Dr. Creizenach und Herr Dr. Widmann; die mathematischen Lectionen des Herrn Raabe, welcher eine Zeitlang als Ge- schworener in Anspruch genommen war, Herr Dr. Früauff, der von Ostern 1875 an sein Probejahr an unserm Gymnasium abhielt.— Der Gesundheitszustand der Lehrer war im Ganzen ein guter, nur die Herren Prof. Dr. Rumpf, Dr. Römer, Raabe mussten mehrere Wochen wegen Krankheit

vertreten werden.

Die neuangestellten Lehrer berichten über ihre Lebensumstände Folgendes:

Emil Römer, Sohn des ev. Lehrers J. Römer zu Giessen, wurde daselbst am 4. April 1845 geboren. Vorbereitet auf dem dortigen Gymnasium, studirte er seit Ostern1863 auf der Ludwigs- Universität daselbst classische Philologie, welche Studien er jedoch zweimal unterbrach, um als Erzieher thätig zu sein. Als solcher hat er fünf Jahre gewirkt. Im Sommer 1873 bestand er zu Giessen die

Facultätsprüfung für classische Philologie und erwarb die Doctorwürde. Von August 1873 bis Herbst 6