Katholische: Kurze Repetition der Lehre von der Gnade, von den Sacra- menten im Allgemeinen und im Besonderen. Die Kirchengeschichte bis Constantin. 2 St. Breuers.
Lateinisch: In der Grammatik wurde die syntaxis congruentiac et casuum repetirt und die Lehre vom Gebrauch der tempora und modi, der participia, des gerundium und des supinum(Ellendt-Seyffert§§ 234— 342) erläutert, gelernt und vielfach eingeübt. Zur Uebung im Uebersetzen aus dem Deutschen ins Lateinische wurden wöchentlich ein Exercitium scholasticum und Extemporalia in erster und zweiter Bearbeitung ge- liefert und genau besprochen, zum Theil auch memorirt. 4 St. Präparirt, über- setzt, erläutert, repetirt, zum Theil memorirt und grossentheils rückübersetzt wurde Weller's Lesebuch aus Livius cap. 1— 8, 10— 12, 15— 19. 4 St. Prof. Riese. Als Vorbereitung zur ersten Lectüre poetischer Stücke wurde aus Ellendt-Seyffert die Lehre von der Quantität der Silben durchgenommen. Sodann wurden aus Siebelis tirocin. poet. Buch I— IV, 4 übersetzt, erklärt, repetirt und zum Theil memorirt. 2 St. Prof. Lberz.
Griechisch: In der Grammatik wurden nach Koch's Schulgrammatik 2. Aufl.§§ 1— 49 repetirt,§§ 50— 61 erklärt, gelernt, eingeübt und nochmals repetirt, sowie nach Mäller’'s Tabellen die irregulären Verba mehrmals memorirt. In Jacobs' Elementarbuch wurden im ersten Cursus X, XI, im zweiten Cursus Abschnitt I— VI, ferner einzelne Abschnitte aus B, C, a, b und E, 1— 5 präüparirt, übersetzt, grammatisch ausführ- lich besprochen, repetirt, meist auch memorirt und rückübersetzt. Zur Uebung im Uebersetzen aus dem Deutschen ins Griechische wurden nach Halm I und II wöchent- lich Exercitia scholastica, sowie Extemporalia in erster und zweiter Bearbeitung ge- liefert und genau durchgegangen. 6 St. Prof. Riese.— Jacob's II, A, I§8 53— 109 gelesen. Den Lesestücken nachgebildete Extemporalien. 1 St.(welche indess oft aus- fallen musste). Dir. Mommsen.
Deutsch: Sommerhalbjahr: Aufsätze meist erzählenden Inhalts, Gedichte und Prosastücke aus Colshorn und Goedele wurden gelesen, besprochen und von den Schülern wie- dergegeben. Dabei wurde besonders die Wort- und Satzlehre repetirt und erweitert. Zu jeder Stunde lernten je zwei Schüler deutsche Gedichte auswendig. 2 St. Battenberg.
Winterhalbjahr: Aufsätze meist reflectirenden Inhalts; Besprechen von Stücken aus Colshorn und Goedeke zur Erweiterung der Satzlehre; Memoriren von Gedichten. 2 St. Dr. Römer.
Französisch: Sommer: Ploetz“ Elementargrammatik Lect. 73— 104, nebst Uebersetzung aller Beispiele, theils mündlich, theils schriftlich.— Lernen der Vocabeln. Lese- stücke bis 28.— Winter: Ploetz' Schulgrammatik Lect. 1— 12. Die Uebungen


