— 26—
Weise bei Man. Philes statt, so dass eic à aller Fälle(bei M. Philes über ½³) für sich in Anspruch nimmt. Man erkennt, dass es die Neuerer im Kunstgebrauch sind: Euripides, Philemon, Theokrit, Nonnos— welche dies Uebergewicht des eis über ν herbeiführen, und dass es auch bei Euripides hauptsächlich die jüngeren Stücke(z. B. die Phönissen) sind, die es deutlich zeigen.— Auch in der Prosa herrscht r, doch minder ausschliesslich. Unter 100 Profanscribenten hat nur fast die Hälfte ey an erster Stelle, darunter aber mehrere, wie Thukydides, Lysias, Lucian mit beinahe gleich ausgedehntem eis. So auch bei den meisten Kirchenvätern, bei den LXX, in dem grössten Theil der Apokryphen V. T., fast im ganzen N. T. und bei den Apostolischen Vätern, in allen diesen letztgenannten Schriften wegen des Semitischen Missbrauchs der Präposition, und zwar in vielen Briefen in solchem Uebermaass, dass, ja ½ aller präpositionalen Wendungen mit v gebildet wird. Ein solches Ueberhandnehmen von ey kommt bei Profanschriftstellern in guter Zeit nicht vor(bei Antigon. Caryst. beruht es auf zufälligen Umständen des Inhalts); erst der Semite Io. Malalas, Constantin. Porph.(de aula Byz.) und Io. Ducas bringen ühnliche Uebertreibungen zum Vorschein. Dagegen zeigen von jenen 100 ungeführ 30 eis an erster Stelle, darunter von älteren Attikern nur Xenophon(und auch dieser nicht in Memor. u. Cyrop.); sonst am entschiedensten Herodot, Parthenios, Appian, Arrian, Pausanias, Longus, Prokop v. Cäs., Agathias, Pseudo-Kallisthenes, Anna Comnena und Eustath. Thess. (de urb. Thess.), z. Th. wie namentlich Prokop in maasslosester Weise. Von den hebrai- sirenden Werken gehören hierher nur die besser und ursprünglich Griechisch geschrie- benen, wie Makk. 2(3), Tobias B u. a. m.; vom N. T. nur das Marcusevangelium und der Hebräerbrief, doch steht auch im Ev. Joh. eig dem ey nahe, wie sie in Herm. Past. fast ganz gleich stehen, bester und ältster Attischer Prosa gemäss. Aus dieser Ueber- sicht geht hervor, dass das Vordringen von ès(eis) gegen y ein charakteristischer Zug des Jonismus und der zowvf war, welches in seiner Fortentwicklung zur gänzlichen Ver- drängung von ev, der letzten lebenskräftigen Dativ-Präposition, führen musste, und wobei das Untermaass von eis gegen ey in der Semitischen Gräcität als auf abnormen Ursachen beruhend nicht in Anschlag gebracht werden darf.
Es ist nun merkwürdig, dass zwei andere Accusativpräpositionen, wahrscheinlich durch den Einfluss der Philosophen, von Isokrates an, sich neben oder über das ev und eis drän- gen, zuerst sς, dann auch zaτα, indem sie die localen, temporalen und andern meta- phorischen Beziehungen von und eis und hin und wieder auch von andern Vorwörtern übernehmen. So finden sich unter jenen 100 Autoren 12 bei denen n.196, 9 bei denen rarä den Vorrang einnimmt, wozn noch einige ekklesiastische Schriftsteller hinzukommen. Ich will sie nennen:
m⁴ε c. Acc. ist die Lieblingspräposition bei Isokrates, Plutarch, Porphyrios,
Pseudo-Aristänet, Prokop von Gaza, Georg Pachymeres, Demetrios Trikli-


