Aufsatz 
Entwickelung einiger Gesetze für den Gebrauch der griechischen Präpositionen : Mety, syn und hama bei den Epikern / T. Mommsen
Entstehung
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Entwickelung einiger Gesetze für den Gebrauch der Griechischen Präpositionen.

Merd, uy und duια bei den Epikern. § 1. Die Präpositionen uer̃ und uerã c. Gen.

ουν μμυυιαιοιιςινꝙτ⁴ἀ ταα àεᷣ νννεεα πένο⁶ις.

Furipides.

Es scheint unglaublich und ist doch wahr, dass man über zwei der gewöhnlichsten Wörter der Griechischen Sprache bisher vollständig im Irrthum gewesen ist. Ich meine die Präpositionen Gr und uerä mit dem Genetiv. gehört in guter Zeit fast nur der edlen Dichtersprache und dem Xenophon an, während uerã c. Gen. fast nur bei Prosaikern zu finden ist oder in solchen Dichtern und Dichter- stellen, welche sich der Prosa nähern. Eines der merkwürdigsten und unterschei- dendsten Kennzeichen für den Stil der Griechischen Poesie und Prosa ist somit bisher unbenutzt geblieben. Wie es zugegangen ist, dass namentlich die Seltenheit des oνr in der Attischen Prosa auch sorgfältigen Beobachtern entgangen zu sein scheint, weiss ich nicht, wenn es nicht daher rührt, dass die vielen Composita mit νν(die natürlich wie bei andern dichterischen Präpositionen z. B. bei ⅜αρꝓρ festgehalten und weiter gebildet wurden) das Auge täuschten, und dass man, wie früher auf das Neue Testament, so später auf Xenophon unsere Grammatiken, auch selbst die besten, zu ausschliesslich aufbaute. Es ist dies überhaupt ein Missgriff in unserm gesammten Griechischen Unterricht der sich bekanntlich selbst bis in die Gesetzgebung verirrt hat: denn von allen Vertretern der Attischen Prosa ist gerade Xenophon der am wenigsten zum Muster geeignete, der am letzten empfehlenswerthe für das Griechisch-Schreiben, da ihm die Reinheit und Ebenmässig- keit des eigentlich Attischen Ausdrucks fehlt.

Da diese Blätter nur einen kleinen Theil der Détail-Untersuchung(etwa den Ge- brauch der Epiker) umspannen können, das allgemeine Resultat aber für alle, die sich für das Griechische interessiren und namentlich für die Schulmänner von Belang sein dürfte, so möge hier vorläufig eine bloss äusserliche Uebersicht des Befundes gegeben werden, durch welche allein schon der oben aufgestellte Satz bewiesen wird. Es versteht sich von selbst, dass die Nachweisungen, unter welchen Umständen bei einzelnen Prosaikern doch