— 72—
samkeit, 64 Stipendiaten. Von diesen besuchten 12 die isr. Volksschule, 15 die Ostend- und die Peterschule, 3 das Philanthropin, 4 das Gymnasium, 1 ein Lehrer-Seminar, 1 ein Lebrerinnen-Seminar, 1 die Handelsschule für Mädchen, 7 Fortbildungsschulen; ausser- dem wurden 2 jungen Leuten die Mittel zu anderweitiger Fortbildung gewährt. Die Verwaltung sucht sich durch Einfordern der Schulzeugnisse von dem Fleiss und dem Be- tragen der Stipendiaten Kenntnis zu verschaffen und ist darauf bedacht, die Wohlthaten nur würdigen Zöglingen zuzuwenden. Die Verwaltung bestand aus den Herren: Rechts- anwalt Plotke(Vorsitzender), Dir. Dr. Baerwald, Sally Bonn, August Gold- schmidt und Ferdiand Sschwarzschild.— Die ausgedehnte Thätigkeit, welche die stiftung, zumal in den letzten Jahren, ausgeübt hat, ist ihr nur dadurch möglich gewesen, dass ihr von Freunden und Förderern der Jugendbildung Zuwendungen gemacht wurden; sie ist, wenn sie den an sie herantretenden Anforderungen genügen soll, auch in Zukunft auf solche Förderung angewiesen.— Im Schuljahre 1895/96 sind an Geschenken einge- gangen: Von Herrn August Goldschmidt am Todestage der sel. Frau Louise Gold- schmidt geb. St. Goar Mk. 50, von Herrn Charles und Frau Louise Risdorf am Todestage des sel. Herrn Adolf Risdorf Mk. 50, von Robert Risdorf Mk. 20, von Herrn August Goldschmidt am Todestage des sel. Herrn Maximilian Goldschmidt Mk. 50, von Herrn Sally Bonn Mk. 30, von Frau Jeannette Ochs zum Andenken an ihren unvergesslichen sel. Gatten Herrn Albert Ochs Mk. 50, von Herrn Sally Bonn beim Ableben der Frau Helene Bonn, geb. Reichenbach Mk. 50, von den Kindern des sel. Herrn Enoch AronSchwarzschild und der sel. Frau Rosette Schwarzschild geb. Ochs zu deren Andenken Mk. 50, von Herrn Charles L. Hallgarten Mk. 100, von Frau Jeanette Kulp Wwe. zum Andenken an ihren sel. Gatten Herrn Julius Kulp Mk. 20, von den Kindern des Herrn Selig Goldschmidt M. 200, von den Hinterbliebenen des Herrn Emanuel Wertheimber AMk. 200, von Frau Hermann St. Goar Wwe. am Todestage ihres sel. Gatten Mk. 25. Allen Gebern heralichen Dank!
8. Die B. H. Goldschmidt'sche Stipendien-Stiftung, im Jahre 1858 von dem hiesiegen Bankier Herrn B. H. Goldschmidt(geb. 23. April 1798, gest. 6. Juni 1873) gegründet, hatte in dem Studienjahre 1895 96 14 Stipendiaten, darunter 20 Studierende und 4 Seminaristen. Es studierten: 9 Medizin, 3 neuere Sprachen, 3 Theologie, 2 Juris- prudenz, je einer orientalische Sprachen, Matkematik, Chemie; ein Mediziner hat im Laufe des Jahres die Staatspr üfung bestanden, die übrigen Stipendiaten entsprechen, wie die eingesandten Zeugnisse und Studienberichte bekunden, durchweg den in sie gesetzten Er- wartungen. Von den Seminaristen besuchten 2 das Seminar in Hannover, je einer das Seminar in Cassel und Alzey.
Die Verwaltung besteht aus den Herren Philipp Bonn(Vorsitzender), Julius Angelheim, Direktor Dr. Baerwald, Rechtsanwalt Dr. Blau, Max B. H. Gold- schmidt, Direktor Dr. Reinhard.


