Aufsatz 
Das vermeinte Grabmal Landgraf Wilhelms III. von Hessen neu beleuchtet
Entstehung
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Einladun g.

Die Prüfungen werden Montags den 12. Oktober anfangen und Vormit⸗ tags um 8 Uhr unter der Leitung des Geſanglehrers Rundnagel mit Geſängen, 1) dem Gebet für Männerſtimmen von Schneider:Vater, reich' uns deine Hand, 2) Morgengeſang von André:Lobet den Herrn, eröffnet werden. Hierauf wird der Gymnaſiallehrer Dr. Zehner ſeine Antrittsrede halten.

Die eigentliche Prüfung wird an demſelben Vormittag von 9 11, und Nachmittags von 25 Uhr, ebenſo Dienſtags von 8 11 Uhr Vormittags und von 2 5 Uhr Nachmittags, ferner Mittwochs von 8 11 Uhr Vormittags ſtattfinden. Die ſchriftlichen Arbeiten und Zeichnungen der Schüler werden ſammt der Cenſur⸗ Tabelle vorgelegt werden.

Bei dem Redeact am dritten Tage Nachmittags von 25 Uhr wird geſungen werden, 1) eine Motette von Lorenz:Wir bringen Jehova in jauchzenden Chören, 2) Tenor⸗Arie aus der Schöpfung von Haydn:Mit Würd' und Hoheit, vorge⸗ tragen vom Gymnaſiaſt Wachsmuth, und zum Schluß 3) ein Choral:Nun danket alle Gott. Außerdem wird ein Trio von Haydn ſür Pianoforte, Violine und Vio⸗

loncello von den Gymnaſiaſten Heppe und Wendelſtadt und dem Geſanglehrer vorgetragen werden.

Von den zehn zur Univerſität abgehenden Primanern werden vier über folgende von ihnen ſelbſt gewählte und bearbeitete Gegenſtände Abſchiedsreden halten:

Otto Klingender aus Großenritte: De utilitate coloniarum, quas Romani veteres in terras sibi subjectas mittebant;

Eduard Moſt aus Hersfeld: Lobrede auf Epaminondas;

Chriſtian Röth aus Nieder⸗Aula: Welches ſind die edelſten Freuden des Jünglings?

Johannes Rabe aus Biſchhauſen: Ueber das Glück, jung zu ſeyn.