— 23—
Zu den Unterrichtsgegenſtänden kam ein neuer hinzu, nämlich regelmäßige Leibesübungen unter der Leitung des hier wohnhaften Tanzlehrers Herrn Benecke. Auch wurde eine Schwimm⸗ und Bade⸗Anſtalt für die Gymnaſiaſten angelegt, und eine ziemliche Anzahl derſelben erhielt von eben jenem Lehrer beſdndere Anweiſung zum Schwimmen.
Von den 108 Gymnaſiaſten, welche am Ende des Winterhalbjahrs 1834— 1835 das Gymnaſium beſuchten, wurden um Oſtern ſechs zur Univerſität entlaſſen; einer mit dem Zeugniß: ſehr gut(2. Gr. Nr. 1); einer mit dem Zeugniß: gut(2. Gr. Nr. 2); zwei mit dem Zeugniß: ziemlich gut(3. Gr. Nr. 1); zwei mit dem Zeug⸗ niß: ziemlich vorbereitet(3. Gr. Nr. 2). Außerdem verließen acht andere Schüler, faſt alle aus den unteren Klaſſen, das Gymnaſium, von welchen drei der Handlung, drei der Landwirthſchaft ſich widmeten, einer zu dem Volksſchullehreramt ſich weiter vorbereiten wollte, einer endlich wegen Verſetzung ſeines Vaters auf das Gymnaſium in Marburg abging.
Im Anfang des Sommerhalbjahrs 1835 wurden 18 neue Schüler aufgenommen, ſo daß die Geſammtzahl der Gymnaſiaſten 112 betrug. Von dieſen gingen im Lauf des halben Jahrs drei ab, einer um ſich der Landwirthſchaft, einer um ſich der Hand⸗ lung, einer um ſich dem Forſtweſen zu widmen. Es beſuchen alſo gegenwärtig 109 Schüler das Gymnaſium, von denen 19 der erſten Klaſſe, 36 der zweiten, 39 der dritten, 15 der vierten Klaſſe angehören, und unter denen ſich 86 auswärtige und 23 einheimiſche befinden.
Die Bibliothek, mit deren Beſorgung Dr. Creuzer beauftragt wurde, erhielt vermittelſt der gewöhnlichen Beiträge und Zuſchüſſe einigen Zuwachs. Auch hatte ſie ſich wieder mehrerer Geſchenke von einem ſchon früher erwähnten Wohlthäter, Herrn Hofrath Friedrich Murhard, zu erfreuen.
Die Lehrzimmer und Schulgeräthſchaften wurden, ſo weit es noch erforderlich war, neu eingerichtet und in angemeſſenen Stand geſetzt.
Damit die Eltern und Angehörigen unſerer Schüler die Cenſuren, welche dieſe am Ende jedes Halbjahrs alle ohne Ausnahme erhalten, um ſie von ihren Eltern oder Vormündern unterſchrieben wieder zurückzubringen, ihrer Bedeutung nach genau zu ermeſſen vermögen, füge ich hier die ſchon früher bekannt gemachte Abſtufung der Cenſuren in Hinſicht auf Fleiß, Betragen und Fortſchritte bei.


