Aufsatz 
Commentatio de philosophiae in gymnasiis studio
Entstehung
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germanicas literas, quae omnimn eruditorum testimonio neque Romanis coneedunt neque Graccis, illustrari et excitari decet, ut, qui in Germania adolescentes aliquando ad rempublicam sunt accessuri, ab exitiosa illa maiorum consuetudine nil nisi pere- grina diligendi deflectant eoque afficiantur patriae amore, unde omnes verae gloriae stimuli honestatisque nascuntur. Quam doctrinam si placet repeti longius, nihil obstat, quin a priscis Germanorum literis ducatur initium, in quibus omnia quasi semina videas ac fundamenta earum rerum, quibus haec Germania quum maxime viget. Qui- bus repugnare aliquid verecundor propemodum, etenim hoc patriae flore et ipse miri- ſice delector 57); sed tamen, quum magistri sit recta sapientis temporisque angustiae

Wentis Koihines, omnia ex quaestu et lucro, animi bona nauci non habent. Apud homines vere doctos, apud omnes, qui non obliti sunt, omnem recentiorum gentium et humanitatem et doctrinam paene totam in Graecorum et Romanorum eruditione tamquam in fundamento suo positam esse, et inde natam, apud hos omnes hoc veterum linguarum studium nunquam non in summo erit honore.

**) Legas attentius, quae commentatio pracelara F. E. Bexenm in Brzoscae bibliotheca, Febr. 1839., coutinet, quae inscripta est: Ueber die Zwecke des Sprachunterrichtes, mit besonderer Rüchsieht auf die UVerhältnisse unserer Zeit. p. 26:Man hat, und namentlich wieder in unserer Zeit. darauf

angetragen, an die Stelle hievon die Beschäftigung mit dem Altdeutschen und dessen allmählicher Aus- hildung zu der Sprache unserer Tage treten zu lassen. In diesem habe mau ja ebenfalls ein Ahweichendes.

also die Reflexion aufzuregen Geeignetes, so wie eine Erweiterung und Erhebung über den unmittelbar gegenwärtigen Kreis Beistiger Anschauungen. Dieser Plan aber möchte aus zwei wichtigen Gründen entschieden zu verwerfen sein. Zuerst nämlich ist der Abstand von der Muttersprache in ihrer jetzigen Gestant in Hinsicht der geistigen Grundlagen nicht gross und elementarisch genug. Wir haben ja doch

im Altdeutschen dem Wesentlichen nach dieselben Grundideen: die gleichen Formen der Auffassung, der

Raurtheilung, der Verarbeitung des in gleicher Art vorliegenden geistigen Stoffes, wenn auch in, diesen oder jenen Nebenpunkten modificirt. Dann aber, zweitens, sind auch die diesen Sprachgestaltungen und Sprachdarstellungen zum Grunde liegenden Formen nicht musterhaft genug. Wie in allem Uebrigen, so ist auch in diesem Gebiete die Entwickelung der nördlichen Völker eine sehr langsame und anfangs Wenig erfreuliche gewesen. Erst nachdem sie während einer langen Reihe von Jahrhunderten in sorgsamer Aueignung dus durch die schnellere Bildung der südlichen Völker Gewonnene aufgenommen, angeeignet, verarbeitet, haben sie sich zu höherer Cultnr, und zuletzt zu geistigen Erzcugnissen emporgebildet, Welche es denen der frühreifen, dann aber zum Stillstande gelangten Cultur der südlichen Völker sogar bei Weitem zuvorthun. Während also innerhalb dieser letzteren das Zurückgehen stets in dieser oder

jener Art geistigen Gewinn bringt, namentlich für die Jugend, für welche ja das weuiger hoch gebildete

(ulehr elementarische) Musterhafte bildungskräftiger ist, als das höber gebildete und eben deshalb

zusammengesetztere. verwickeltere: so führt dagegen ein Zuräckgehen in der Cultur, und insbesondere

auch in der Sprachcultur der nördlichen Völker immer gewissermaassen einen Verlust znit sich, und ist

deshalb in keiner Art bei Kindern anzurathen, deren noch zarte, allseitig bewegliche und bildsame Geistesehtwickelung dadurch leicht bleibende Nachtheile erleiden kaun. Man hat zur Eunpfehlung des Studiums der altdeutschen Sprache ein grosses Gewicht auf das historische Verhültuiss gelegt. Vermöge

dessen werde durch dieses Studium eine natürlichere Bildung erworben, weil sie auf volksthümlichem Grunde, oder in eben der Art, wie sich unser deutsches Volk selbst gebildet habe, erworben werde. Aber auch dies möchte sich bei genauer Prüfung schwerlich rechtfertigen lassen. Was wir beworden sind in literarischer Hinsicht, sind wir im Grunde mehr durch die Griechen und Römer, und später durch die Franzosen und Eugländer geworden, als durech die Fortwirkung unserer älteren deutschen Literatur. Vielmehr lässt es sich nachweisen(und wir haben diese Erfahrung noch erst zur Zeit der Freiheitskriege gemacht), dass diese letztere, wenn man eincn neuen Anlauf genommen hat, sie in den Vordergrund zu rücken, nach kurzer Zeit immer wieder zur Scite geschoben worden ist. Indem man,