Aufsatz 
Über die pseudoskopische Ablenkung paralleler Linien, wenn dieselben in gewisser Weise von Querstrichen durchsetzt sind
Entstehung
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Versuchsweise habe ich auch einmal die Täuschung in dem phosphoreszierenden Lichte der Balmainschen Leuchtfarbe gemessen. Es wurde zu diesem Zwecke die mattgeschliffene Glasplatte der Messvorrichtung durch einen mit Balmains Leuchtfarbe bestrichenen Karton ersetzt und die Messungen dann in einem dunkelen Zimmer ausgeführt. Die pseudoskopische Ablenkung war hier ebenfalls geringer, als wenn die Figur bei Tageslicht betrachtet wurde, wie aus folgenden Beobachtungen hervorgeht:

e= 50 cm; α= 30⁰; Beobachter: Metz.

No. der Be- V Tas enlioht Leuchtfarbe obachtung 8=00 8900 800 8=900 1. 2,00 3,01 0,50 2,50 2. 1,90 2,49 1,15 2,85 3. 1,99 3,00 0,45 2,70 4. 1,51 3,20 0,20 3,10 5. 1,90 3,00 1,40 3,10 6. 1,35 Mittel- 1,86 2,94 0,79 2,85 zahlen 1 s 2 5 8

Es ist klar, dass durch eine weniger intensive Beleuchtung die Streifen sich nicht so deutlich und scharf vom Grunde abheben und infolgedessen eine Verminderung der Täuschung eintreten kann, wovon man sich durch Messung bei einbrechender Dämmerung auch leicht über- zeugt. Dies scheint mir, den bis jetzt hierüber angestellten Beobachtungen nach zu urteilen, der Grund für die Abnahme der Täuschung in farbigem Lichte zu sein. Bei all diesen Ver- suchen mit rotem Glas, Rauchglas, grünem Glas, der Natronflamme und der Balmainschen Leucht- farbe war nämlich stets auch eine weniger intensive Beleuchtung vorhanden als bei Tages- resp. Kerzenlicht.

Ich beabsichtige indessen, um über diese Frage noch genauere Aufschlüsse zu erhalten, bei Gelegenheit die Täuschung in den verschiedenen Strahlengattungen eines objektiven Farben- spektrums zu messen und behalte mir die Mitteilung hierüber noch vor.