Aufsatz 
Die deutschen Stadtschulen und der Schulstreit im Mittelalter : Ein Beitrag zur Schulgeschichte des Mittelalters / von Meister
Entstehung
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II a. Cl. Geographie von Alt⸗Italien. Die römiſche Geſchichte bis 476 nach Chr., nach Pütz, mit beſonderer Rückſicht auf die Verfaſſungen, Wiſſenſchaft und Kunſt und

Rückblicken auf die griechiſche Geſchichte. Geographiſche Repetitionen. 2 St. Brandſcheid. I. Cl. Geſchichte des Mittelalters nach demſelben

Grundriß. Geſchichtliche und geographiſche Repetitionen. Im Sommer: Weſener. Im Winter: Hetzel. Philoſophiſche Propädeutik. Von den Empfindungen, den Wahruehmungen, Vor⸗ ſtellungen und Begriffen. 1 St. Weſener.

C. Kunſtübungen.

1. Schönſchreiben.

VI. Cl. Die deutſchen und lateiniſchen Alphabete; Anwendung der eingeübten Buchſtaben. 2 St.

V. Cl. Fortgeſetzte Uebungen in deutſcher u. lateiniſcher Schrift. 2 St.

IV. Cl. Wie in der vorhergehenden Claſſe; außerdem Uebungen im Frakturſchreiben und das griechiſche Alphavet. 2 St. Decku.

2. Zeichnen.

VI. Cl. Im Sommer: Erſte Anfangsgründe im Nachzeichnen grader Linien in verſchiedenen Lagen und daraus entwickelter ſymetriſcher Figuren; die Bogenlinien zu leichten Ornamenten, Gefäßen und Pfianzenformen verwandt, die alle in größerem Maßſtabe auf die Wand⸗

tafel vorgezeichnet wurden. Im Winter: Eintheilung und Zeichnung des menſchlichen Kopfes, theilweiſe nach der Wandtafel. 2 St.

V. Cl. Im Sommer: Anfangsgründe des Land⸗ ſchaftzeichnens. Im Winter⸗: Fortſetzung im Kopfzeichnen. 2 St.*

IV. Cl. Fortſetzung der bisherigen Uebungen; ſchattirte Köpfe und Landſchaften. Die Anfangsgründe im perſpec⸗ tiviſchen Zeichnen. 2 St.

III b. Cl. Erweiterung der bisherigen Uebungen. Fort⸗ ſetzung des perſpektiviſchen Zeichnens. 2 St.

Selecta: Landſchaft⸗, Thier⸗ und Figurenzeichnen mit Bleiſtift und Waſſerfarben. 2 St.

Zeichenlehrer Diefenbach.

3. Geſangübungen.

VI.&. V. Cl. Elementargeſangübungen; ein⸗ und⸗ zweiſtimmige Lieder und Choräle, nach Anthes Geſang⸗ ſchule. 2 St.

Einübung der beiden Sängerchöre. 2 St, Decku.

D. Rörperübungen.

Im Sommerſemeſter fanden unter der Leitung des Gymnaſiallehrers Leyendecker Turnübungen ſämmtlicher Schüler ſtatt; beſondere Vorübungen leitete der Pedell Keßler. Dieſer leitete auch die Schwimmübungen. Im Winter wurden mit einer Auswahl von Schülern Uebungen in der Turnhalle des Gymnaſiums, beſonders für den Zweck der Ausbildung von Vorturuern, betrieben.

C. Sonſtige verhältniſſe.

Der Geſundheitszuſtand der Lehrer und der Schüler war zwar im Allgemeinen im Ver⸗ hältniß zu den früheren Jahren nicht ungünſtig, aber der Zeichenlehrer Diefenbach wurde durch ein erhebliches, plötzlich eingetretenes Unwohlſein faſt das ganze letzte Quartal verhindert, Unterricht zu ertheilen. Die Haltung der Schüler gab nur in einzelnen Fällen Veranlaſſung zu ſtrengeren Maßregeln für die Aufrechterhaltung der guten Ordnung.

II. Chronik des Gymnaſiums.

Das Schuljahr begann am 8. Mai mit der Aufnahmeprüfung der neu angemeldeten Zöglinge, deren Zahl 46 betrug. Von dieſen wurden 19 in VI, 2 in N., 1 in IV, 7 in III b, 12 in IIIa, 4 in II b, 1 in Ib aufgenommen. Tags darauf fand die Eröffnungs⸗ feier ſtatt und am 10. Mai begann der Unterricht.

Die Pfingſtferien dauerten vom 8. bis zum 17. Juni.

Am 8. Auguſt machten die ſämmtlichen Schüler mit den Lehrern weitere Spaziergänge, theils nach Limburg, theils nach dem Schloſſe Schaumburg.

Am 16. und 26. Auguſt, am 4., 5. und 6. September wurde der Unterricht wegen großer Hitze des Nachmittags theilweiſe ausgeſetzt.

Am 9. und 10. September fanden die nicht öffentlichen Claſſenprüfungen ſtatt.