Aufsatz 
Cruces Philologicae. Beiträge zur Erläuterung der Schulautoren / von Theodor Maurer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21

in Xenophon's Anabasis 6, 2(4); wer sich zumal der Stelle§ 7 erinnert:Soxανmννν ϑε ε τ alyud τdς ν dalarrn sle ds 10*³μασμα deν νεννοmνον oνα ⁸Soτo Gτοασαιοιπσνσ⁴νεααν, νd 6dανει*αα τσ ⁸ααμινειν ενπταάν˙να εε&1τ‿ιεονα sluα, 5ννοωνμέμνων τννυέν ꝙακρναοανuαπηοdνι, der würde vollauf zulässig finden, wenn der Dichter angesichts solcher landschaftlichen Vorzüge des Eilands bei den Gefährten des Odysseus ein derartiges Verlangen, wie Jordan will, sich hätte melden lassen. Und doch abgesehen von dem Gewaltsamen der Annahme eines so bedeutsamen Ausfalles in der Ueberlieferung, man wird, denselben wirklich zugegeben, schwerlich leugnen können, dass mit einem solchen Abenteuer als Seitenstück zu dem bei den Lotophagen doch nur ein etwas frostiger, abgeblasster Abklatsch davon gewonnen wäre, und gerne wird man sich einer ander- weitigen Lösung des Räthsels bedienen, die cben nur mit den wirklich vorliegenden Factoren rechnet.

Wie das Eiland räumlich in den Rahmen des Kyklopenlandes fällt: zehn Verse zuvor hebt es bereits an: Kuxldmεν d'se yælxæν dr‿εορααων ‿‿εεαιμασιν ετιενν, so ist der Aufenthalt des Odysseus darauf hereingearbeitet in das Kyklopenabenteuer und stellt sich in ähnlichem Sinne dichterisch gewissermassen als eine Tempelvorhalle zu diesem bedeutsamsten, für die Oekonomie der ganzen Odyssee entscheidenden Abenteuer dar, wie etwa die Telemacheia zur gesammten Odyssee. Wie sich im Sohne typisch bereits der Held des Ganzen ankündigt, so besteht ein verwandter, bei genauerer Prüfung umgekehrter typischer Zusammenhang zwischen dem Abenteuer des Odysseus und der vorausgehenden Schilderung jenes Eilands.

Unterliegt es einem Zweifel, dass in der Gestalt des Odysseus der griechische Geist, genauer der Geist des Seegriechenthums mit seiner Cultur in idealer Verklärung sich selbst objectivirt? Wie die Sage selber ein Verständniss für diesen ihren tieferen Sinn hat, verräth die Lösung des Ganzen, die Anweisung des Odysseus durch Teiresias, wenn er glücklich heimgekommen und den Uebermuth der Freier geahndet, König Poseidon ein schönes Opfer zu bringen, wenn er fürbas wandernd zu Leuten kommt, die sein Ruder werden für eine Worfschaufel halten: womit doch deutlich genug die Culturaufgabe des Seegriechenthums möchte symbolisirt sein. Und sollte der Dichter selber bei der Behandlung seines Stoffes so gar kein Verständniss für den tieferen Sinn seiner Erzählungen verrathen? sollten die Abenteuer, die sein Held besteht, für ihn so gar nichts weiter als anmuthige Märchen bedeutet haben? Was spricht sich aus, wenn im deutschen Märchen der kleine Däumling sich und seine sechs Gebrüder aus des Ogers Klauen rettet,

Listiglich die sieben Kappen Mit den sieben Kronen tauschend, wenn er

Keck die Meilenstiefel Von den Füssen ihm gemauset,

dass in ihnen er und sein Ruhm nun schon durch manch Jahrtausend schritt? Doch gewiss nichts Anderes, als wenn Odysseus den Menschenfresser Polyphem blendet und als Pseudonymus Niemand glücklich seiner Rache entgeht. Was ist das Gemeinsame in beiden Erzählungen? Es ist der Triumph des selbstbewussten Menschengeistes, wenn er nun inne wird, wie er in diesem unschein- baren Leib mit seinen armen Kräften kraft seines Geistes den gewaltigsten Naturmächten den Meister zeigt. Dieses Geistes voll ist die ganze Odyssee, das hohe Lied von Leid und Freud, darinnen er selber sich stets gleich bleibt, des griechischen Seemanns.Nichts gewaltiger als der Mensch! singt Sophokles, und worin dem Sänger der Odyssee die Leistung diesesGewaltigen gipfelt, es ist der Schiffbau, die Schifffahrt und die durch sie vermittelte Cultivirung der Erde. Davon gibt er Zeugniss angesichts des sich ankündigenden Abenteuers seines Helden in der Kyklopen-