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Fries. Das weitausladende Gesims mit dem prachtvollen Mäander wird von einer Sima mit Löwenköpfen als Wasserspeiern gekrönt.
Bei der starken Verwitterung der noch aufrecht stehenden Reste ist man um so dankbarer für die gute Erhaltung, welche die herabgestürzten Bauteile unter der Schutthülle gefunden haben: Sie geben noch ein treues Bild der verschwundenen Pracht.
Von der Höhe des Tempels schweifen die Blicke überall hin in die Runde: Von der Bergkette drüben im Westen wird jetzt bald die sinkende Sonne die alten Säulen mit ihrem Gold- glanz überfluten, und die weiten Höfe werden noch einmal im letzten Licht des scheidenden Tages erstrahlen.
Gesims.(Phot. Dittrich, Kairo.)
Die feierliche Stille ringsum und die Einsamkeit, die auf dem Ruinenfelde lagert, lassen das Geschaute denn Betrachter um so eindringlicher erscheinen.
In der Anlage der getrennten Höfe wird dem Beschauer die Erinnerung an die Tempelbauten der Agypter und Juden wieder lebendig. Ob aber der Tempel Salomos in bewusster Nachahmung der den Juden gar wohl bekannten ägyptischen Gotteshäuser ent- standen ist, und ob die Anordnung der Höfe in Baalbek auf das


