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Mit solchen Massen konnte die ganze Westfröont aus jenen drei berühmten Steinen zusammengesetzt werden, nach denen man die spätere Basilika als Hieron Trilithon bezeichnete. Auf der Nord- und Westseite waren diese Riesen hinter den arabischen Wallgräben zu allen Zeiten sichtbar geblieben, auf der Südseite, im Festungshof, hat sie aber erst die deutsche Ausgrabung wieder freigelegt. Grössere Bausteine sind niemals versetzt worden, und die vielbewunderten Quadern an der Klagemauer der Juden, an
Der Steinbruch.(Phot. Dittrich, Kairo.)
der Südwestecke des Haram, erscheinen dagegen mit 11,81 m Länge und 1,02 m Höhe nur klein. Angesichts solcher Aus- messungen glaubte man daher früher, die Versetzung dieser Steine den Phöniziern zuschreiben zu müssen. Jetzt weiss man, dass wir ein Werk der römischen Baukunst vor uns haben. Und doch konnte der Gedanke, den Tempelunterbau aus diesen übergewaltigen Werkstücken zusammenzusetzen, nur im Syrerland entstehen, als eine Erinnerung an uralte, heimische Bauweise. Die ältesten Be- hausungen der Juden waren, als man das Wohnen in wirklichen Höhlen überwunden hatte, aus dem Felsen gebrochene Steinge- mächer, wie man sie z. B. noch im Dorfe Silwan im Kidrontale erkennt.(Kümmel, Materialien zur Topographie des alten Jerusalem, Halle 1906 p. 192.) Im Anschluss daran haben sich die aufs Kolossale gerichteten Bauformen der phönizischen und jüdischen Architektur entwickelt, und wenn es anging, stellte man noch in


