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Juni 15. Todestag Sr. Majestät Friedrichs des Dritten.
Juni 17. Trauergottesdienst für den heimgegangenen Dulder.
Am 18. Juni, dem Begräbnisstag des verstorbenen Kaisers, wurde der Unterricht von 10 Uhr ab ausgesetzt.
Am 19. Juni trat Herr Hilfslehrer Schulte aus Lingen als Vertreter des beurlaubten Leh- rers Plönnis ein.
Johannes Bernhard Schulte, geb. den 27. Juli 1859 zu Lingen(Provinz Han- nover), kathol. Konfession, erhielt seine Vorbildung an dem Gymnasium Georgianum daselbst. Von Ostern 1880 bis Ostern 1886 studierte er an den Universitäten Göttingen und Marburg klas- sische Philologie, deutsche Sprache, Geschichte und Geographie. Am 25. Juni 1886 absolvierte er vor der Kgl. Wissenschaftlichen Prüfungs-Kommission zu Marburg die Prüfung pro fac. docendi. Sein Probejahr leistete er an dem Gymnasium zu Hadamar von Ostern 1886 bis Ostern 1887 ab. Von Johannis 1887 bis zum 16. Juni 1888 war er als wissenschaftlicher Hülfslehrer am Gym- nasium zu Lingen thätig. t
Juni 30. Trauerfeier in der Aula für Se. Majestät Friedrich III. Die Trauerrede hielt der Rektor.
Juli 17. Vereidigung der Lehrer auf Se. Majestät Wilhelm 1I. Kgl. Kommissarius wiederum der Rektor.
Am 1., 2. und 3 August wurden die Schüller der einzelnen Klassen von Herrn Professor Schmidt-Rimpler aus Marburg inbezug auf die Beschaffenheit ihrer Augen untersucht.
Vom 15. August bis 18. September Herbstferien.
Am 19. September Beginn des Wintersemesters. Vorher Gottesdienst in den betreffenden Kirchen.
Am 1. Oktober verstarb nach kurzer Krankheit der brave und hoffnungsvolle Sextaner Paul Korkhaus aus Limburg. Lehrer und Schüler der Anstalt begleiteten denselben am 3. Oktober zu seiner letzten Ruhestätte.
Am 18. Oktober Gedächtnissfeier des Geburtstages des verstorbenen Kaisers Friedrich III.
Am 10. Dezember starb in seinem Heimatort Dauborn der Quartaner Paul Willahn.
Vom 23. Dezember 1888 bis zum 6. Januar 1889 Weihnachtsferien.
1889.
Januar 26. Feier des Geburtstages Sr. Majestät Wilhelm II. Die Festrede hielt der or- dentliche Lehrer Michel.
Den 7., 8., 9, 11. u. 12. Februar wurden die schriftlichen Arbeiten der Abiturienten gefertigt.
März 9. Gedächtnissfeier des Todestages Kaiser Wilhelm I.
März 22. Gedächtnissfeier des Geburtstages Kaiser Wilhelm I.
Die mündliche Prüfung sowohl für die Real-Abiturienten als auch für die Gräcisten ist auf den 29. März festgesetzt. Beginn der Prüfung um 8 Uhr vormittags.
Am 10. April Schluss des Schuljahrs 1888/89.
Am 21. März d. J. starb zu Meistratzheim im Elsass Herr Andreas Göttelmann, von 1861 bis 1871 Lehrer an unseren Anstalt. Das Programm von 1866/67 bringt über den ge- nannten Herrn folgende Mitteilungen: Andreas Göttelmann, im Jahre 1810 im Elsass geboren, machte seine Studien unter Leitung seines Bruders, damals Professeur au collége royal zu Strass- burg. Während seiner Militärdienstzeit wurde er als moniteur in der Regimentsschule verwen- det. Von 1839— 1845 lebte er als Privatlehrer in Montabaur, übernahm von 1845— 1849 den französischen Unterricht an der Realschule daselbst, machte 1849 sein Examen als Sprachlehrer, wurde dann Sprachlehrer in Hachenburg, wo er auch den englischen Unterricht erteilte, kam 1857 als Lehrer für die neueren Sprachen an die Realschule zu Schwalbach und 1861 in glei- cher Eigenschaft an die Realschule zu Limburg.
An der hiesigen Schule hat Herr Göttelmann bis zu seiner Pensionirung im Jahre 1871 ge- wirkt. Der Verstorbene war ein biederer, ehrenwerter Mann, beseelt von grossem Pfichteifer und dabei ein guter College.


