51
Blicken wir nun noch einmal auf die angestellte Un- tersuchung zurück, so ergibt sich, dasz ihr eigentlicher Schwerpunkt auf dem zard V. 21 lag. Die hergebrachte Erklärung dieses Wortes suchten wir als eine irrige nach- zuweisen. Dieser Nachweis aber schien uns dazu erfor- derlich, um für die Erklärung von V. 20 eine neue und wo möglich haltbare Grundlage zu gewinnen. Wenn wir das Miszverständnisz jenes einzigen Wortes als die Ur- sache bezeichneten, weshalb alle bisherigen Versuche, eine befriedigende Erklärung von V. 20 aufzustellen, ohne Ausnahme scheitern muszten, so ist diese Behauptung wohl nicht zu gewagt gewesen. Jeden Falls würden wir es schon für einen Fortschritt in der Auslegung der so schwierigen Stelle halten, wenn es uns durch unsere Erörterungen gelungen wäre, die Unmöglichkeit der her- gebrachten Erklärung, insoweit sie auf jenes œr Bezug hat, in überzeugender Weise darzuthun.
Hiermit sind wir denn am Ziele unserer Abhandlung angelangt. Der Verfassef beschlieszt sie mit dem Wansche, dasz sie dazu dienen möge, zu gründlicher Untersuchung einer verwickelten exegetischen Frage aufs Nene anzuregen. Der Mangelhaftigkeit seiner Ausführungen ist er sich hier- bei vollkommen bewuszt. Wenn er gleichwohl die Hoff- nung hegt, zur Erklärung der vielbesprochenen Stelle einen vielleicht nicht nutzlosen Beitrag geliefert zu haben, so gründet sich dies auf die Annahme, dasz wenigstens die entwickelten Grundgedanken richtig seien. Zu dieser Annahme aber glaubte er sich deshalb gewisser Maszen berechtigt, weil bei seiner Auslegung(anders als bei den bisherigen Erklärungen) alle einzelnen Beweisglieder theils zu einander, theils zu dem Ganzen der Beweis-


