Aufsatz 
Reform des Elementarunterrichts in der Vorschule und Abschluß dieses Unterrichts in der deutschen Sexta. Eine pädagogisch-kritische Studie
Entstehung
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der Lesestücke. Memorieren von Gedichten und leichten Prosastücken. Artikulationsübungen. Unterscheidung der wichtigsten Wortarten; Stamm und Endung, Wortbildung; Deklination und Konjugation. Satzgegenstand und Satzaussage. Orthographie: Die Silbenbrechung, die Groß- schreibung, die bezeichnete und die unbezeichnete Länge und Kürze des Vokals, die Unterscheidung ähnlicher Konsonanten, die Abstammung und die gebräuchlichsten Wörter mit besonderer Schreibung. 3. Rechnen. 5 St. Die vier Grundrechnungsarten in unbenannten Zahlen, schriftlich im unbegrenzten Zahlenraume, mündlich(auch einfach benannt und angewandt) im Zahlenraume von 1 bis 1000 bezw. 10 000. 4. Schönschreiben. 4 St. Deutsche und lateinische Schrift nach Vorschrift an der Wandtafel 5. Singen. 1 St. UÜbungen für Stimme und Ohr. Leichte Volkslieder und Choräle.

21) und 22) Mittlere Vorschulklasse(2a und 2b). 1. Religion. a) Evangelische. 2 St. Ausgewählte bibl. Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament. b) Katholische. 2 St. Mit der oberen Vorschulklasse kombiniert. 2. Deutsch. 7 St. Leseübungen in Hopf und Paulsiek für Oktava. Sachliche und sprachliche Erläuterungen der Lesestücke. UÜbungen im Wiedererzählen. Memorieren von Gedichten und prosaischen Lesestücken. Artikulationsübungen. Unterscheidung von Dingwort, Eigenschaftswort und Thätigkeitswort. Orthographische Obungen: Umlautung, Dehnung und Schärfung. 3. Rechnen. 5 St. Die vier Grundrechnungsarten in den Zahlen von 1 100. 4. Schönschreiben. 4 St. Das kleine und das große deutsche Alphabet, und das kleine lateinische Alphabet. 5. Singen. 1 St. Ubungen für Ohr und Stimme. Leichte Lieder.

23) und 24) Untere Vorschulklasse(3a und 3 b). 1. Religion. a) Evangelische. 2 St. Ausgewählte bibl. Geschichten aus dem Alten und dem Neuen Testamente. Einige Sprüche, Liederstrophen und Gebetchen. b) Katholische. 2 St. Kombiniert mit der oberen Vorschul- klasse. 2. Schreiblesen. 11 St. Sprechübungen zur Erzielung reiner Artikulation. UÜbungen im Wiedererzählen; Erlernen kleiner Gedichte. Lesen deutscher und lateinischer Schrift in Bangerts Fibel. Schreiben auf die Schiefertafel, im 2. Halbjahr in das Heft mit Feder und Tinte. Ubungen im Abschreiben, sowie im lautrichtigen Schreiben vorgesprochener Wörter und Sätze nach Diktat. Übungen im Erkennen des Dingwortes und im Bestimmen desselben nach dem Ge-

schlechte; Einzahl und Mehrzahl. 3. Rechnen. 5 St. Die vier Grundrechnungsarten im Zahlen- raume von 1 20. 4. Singen.(Gelegentlich). Einige leichte Liedchen.

Fakultativer jüdischer Religionsunterricht. 1. Abt. I, III kein Schüler. 2. Abt. 0 II2, III 1 Allgem. Lehrpl. Die beiden Bücher der Könige, die Bücher Daniel, Esra und Nehemia sowie das Buch Tobias gelesen und erläutert. 3. Abt. M II2, IIII Frankf. Lehrpl. dasselbe wie Abt. 2. 4. Abt. III 2, IV Allgem. Lehrpl. Der Pentateuch. 5. Abt. III 2 u. IV Frankf. Lehrpl. Könige II, d. B. d. Makkabäer, Esra, Nehemia, Tobia.(In vorstehenden 5 Abteilungen liegt Auerbachs größeres Bibelwerk dem Unterricht zu Grunde.) 6. u. 7. Abt. V u. VI. Allgem. Lehrpl., V. u. VI. Frankf. Lehrpl. Von Samuel bis zur Zeit des babylonischen Exils(im Anschluf an Auerbachs»Biblische Erzählungen«.) In der 4. bis 7. Abt. wurden außerdem Sprüche aus der Glaubens- und Pflichtenlehre(nach Kuttner) gelernt. In sämtlichen Abteilungen wurden die Feste erläutert und die betr. Bibelstellen gelesen und zum Teil memoriert. 8. 9. u. 10. Abt. 1a u. 1 b, 2a u. 2 b, 3a u. 3 b: Ausgewählte biblische Erzühlungen, durch mündliches Vor- und Nacherzählen eingeübt. Jede Abteilung 1 St..

Fakultativer italienischer Unterricht. 2 St. Grammatik und schriftliche Ubungen nach Sauer. Lektüre: Salv. Farina, mio figlio studia.

Turnen. Die Anstalt(mit Ausschluß der Vorklassen) besuchten im Sommer 1896: 413, im Winter 1896/97: 395 Schüler. Von diesen waren befreit

Vom Turnunterricht überhaupt Von einzelnen UÜbungsarten Auf Grund ärztlichen Zeugnisses. i. Sommer 17, i. Winter 21 i. Sommer 4, i. Winter 7 aus anderen Gründen. 2* 1 2.

zusammen i. Sommer 17, i. Winter 22 i. Sommer 4, i. Winter 7 also von der Gesamtzahl der Schüler..* 4%, 60/% 1%» 20%.