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C. Lehrmittel.
Angeschafft wurden im verflossenen Jahre. ſ
1) Für die Bibliothek: Fortsetzungen früher begonnener Werke, sowie der Zeit- schriften für Pädagogik, neuere Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften; Jugendschriften: Buch der Welt, Magasin pittoresque, etc.; Werke zur deutschen Litteratur: der Nibelungen Not und Wolfram von Eschenbach, von K. Lachmann, Parcival und Titurel, das Amelungenlied, das kleine Heldenbuch etc. von K. Simrock; für Naturgeschichte: G. und F. Sandberger Ver- steinerungen etc., d'Orbigny's Paläontologie, Naumann's Geognosie etc.;
Geschenkt wurde der Anstalt Eisenlohr's Lehrbuch der Physik vom Herrn Verfasser.
2) für den mathematischen Apparat: Ergänzung des im vorigen Jahre ange- schafften Apparats zur Messung räumlicher Gegenstände;
3) für den physikalischen Apparat: Prony's Schwimmer, ein Reversionspendel, ein Metronom, Ham's Aräometer, eine laterna magica, stereoskopische Zeichnungen von Hes- semer, eine elektrische Nadel, ein Elelektrophor von Gutta Percha, Volta's Eudiometer, Neeff's Blitzrad, ein in Kubikcentimeter eingetheilter Glascylinder;
4 für die Chemie: Zwei kupferne Röbrensandbäder, ein Platinschiffchen, ein Ver- brennungsofen von Eisenblech, ein Muffelofen, drei Löthrohrlampen und diverse Pulver- und Präparaten-Gläser;.
5) für die Naturgeschichte: Fr. von Hagenow's Patent-Dikatopter, sowie Krystall- axensysteme in grossem Massstabe;
6) für das Zeichnen: Eggert goth. Verzierungen, Goutgetreu Byzantinische Ornamente, Semschke Ornamentenzeichnen, Schele's Aufnahmen des Terrains; einige Körper für das con- structive Zeichnen;
7) für den Gesang: Vierstimmige Männerchöre Weberdruch; Volkslieder von Silcher für Männerchor. H. 1— 7.
D. Schulfeierlichkeiten.
Am 24. Juli wurde im Realgymnasium der Geburtstag Seiner Hoheit des Hlerzogs feierlich begangen. Die Festrede hielt diesmal der Oberlehrer Ebenau.
Auch wurden in diesem Jahre, wie früher, in der Regel jeden Monat einmal Redeübungen im Beisein aller Lehrer und Schüler in der bisherigen Weise gehalten, so dass die Schüler der unteren Klassen memorierte Gedichte und bisweilen auch prosaische Stücke in deutscher, lateinischer, französischer und englischer Sprache vortragen, die der oberen Klassen aber ausser solchen, ihrer Wahl überlassenen poetischen Stücken, freie Vorträge über dagewesene Abschnitte aus den verschiedenen Unterrichtsfächern halten mussten, ohne dass Jemand wusste, ob er aufgerufen werden würde. Auch wurden damit Gesangübungen verbunden.
Der Nutzen dieser Uebungen hat sich immer mehr und zwar nicht bloss für den Vortrag, sondern auch für den wissenschaftlichen Fortschritt gezeigt.


