Aufsatz 
Ueber die Theorie der Parallelen / von Lotz
Entstehung
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4. Stipendien und Veneſicien.

Das Staatsſtipendium, im Geſammtbetrage von 75 Gulden wurde zu je 25 Gulden den Oberpri⸗ manern Füller und Wiegand und dem Oberſecundaner Weigand verliehen; das Och'ſche Stipendium, im Ge⸗ ſammtbetrage von 90 Gulden, zu gleichen Theilen dem Oberſecundaner Ackermann, den Obertertianern Hohmann und Kirchner, den Untertertianern Keitz und Sturmius Müller, den Quartanern Raimund Kircher, Hugo Henkel und Malkmus, dem Quintaner Joſeph Stieb; das Haberſack'ſche Stipendium zu 24 Gulden eben ſo dem Unterſecundaner Knorz und dem Obertertianer Axt; von dem Wehner'ſchen Stipendium zu 24 Gulden erhielt der Obertertianer Beck 14 Gulden, der Oberſecundaner Genßler 10 Gulden.

Durch das Kurfürſtliche Miniſterium des Innern wurde 20 dürftigen und würdigen Schülern der Erlaß des Schulgeldes bewilligt und 18 andern von der Verwaltungs⸗Commiſſion des Gymnaſiums. Den dürftigen Schülern wurden die nöthigen Schulbücher aus dem zu dieſem Zweck beſtimmten Theil der Gymnaſialbibliothek geliehen. Zu ganz beſonderem Dank iſt das Gymnaſium vielen Einwohnern der Stadt für die menſchenfreund⸗ liche Unterſtützung, welche ſie dürftigen Schülern durch die Gewährung von Freitiſchen zu Theil werden ließen, verpflichtet.

Zur Vermehrung der Mittel der im Jahre 1852 begründetenWohlthäterſtiftung für dürftige und würdige Schüler des Gymnaſiums zu Fulda veranſtalteten die Herren Domdechant Hohmann, Nentmeiſter Kriſch, Hofapotheker NRullmann und Medizinalrath Dr. Wiegand auch im vorigen Herbſt wieder eine Sammlung unter wohlthätigen Freunden und Gönnern des Gymnaſiums. Von dem Ertrage derſelben wurden ſogleich 70 Gulden zur Unterſtützung von ſechs braven Schülern, einem Oberſecundaner und einem Unterſecundaner mit je 15 Gulden, zwei Obertertianern, einem Untertertianer und einem Quartaner mit je 10 Gulden, verwendet und der Kapitalfonds der Stiftung um die Summe von 58 fl. 55 kr. vermehrt. Hierdurch und durch Hinzufügung der Zinſen iſt derſelbe, welcher im Jahre 1852 40 fl. und zu Oſtern v. J. 551 fl. 29 kr. 1 hlr. betrug, auf die Summe von 623 fl. 46 kr. 3 hlr. angewachſen, wovon 175 fl. bei Kurheſſiſcher Landeskreditkaſſe zu 4 Prozent, 448 fl. 46 kr. 3 hlr. bei der hieſigen Sparkaſſe zu 3 ½ Prozent angelegt ſind.

Mit dem Bericht über das glückliche Gedeihen dieſer für unſere Anſtalt ſo ſegensreichen Stiftung verbindet der Unterzeichnete im Namen des Lehrercollegiums den Ausdruck des verbindlichſten Dankes gegen die hochverehrten Herren, welche dieſe Stiftung ins Leben gerufen und unausgeſetzt gefördert, ſo wie gegen alle Gönner und Freunde des Gymnaſiums, welche ſich durch Beiträge bei derſelben betheiligt haben.

D. Ordnung der öffentlichen Prüfung und Schlußfeierlichkeit.

Montag den 7. April 1862.

Prüfung der Sexta von 810 Uhr. Religionslehre. Hahn. Arithmetik. Rathmann. Latein. Hahn. Geographie. Nathmann. Prüfung der Quinta von 1012 Uhr. Latein. Körber. Geographie. Rathmann. Geſchichte. Bormann. Arithmetik. Dr. Lotz. . Prüfung der Quarta von 2 4 Uhr. Nepos. Gegenbaur. Geſchichte. Donner. Griechiſch. Schmittdiel. Gceometrie. Dr. Lotz.