Aufsatz 
Über die Universitäten in Sicilien / von Lindenkohl
Entstehung
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ein ordentliches Gymnaſiallehramt. Im April 1858 wurde er als Practicant am Gymnaſium zu Fulda zugelaſſen. Vom Juni des genannten Jahres an war er daſelbſt, bis er zum hieſigen Gym⸗ naſium verſetzt wurde, mit Verſehung einer Lehrerſtelle beauftragt.

Der Practicant Theodor Groß, Sohn des verſtorbenen Juſtizbeamten Groß zu Homberg, iſt geboren zu Homberg am 14. Mai 1841. Seit Oſtern 1850 bis dahin 1858 war er Schüler des hieſigen Gymnaſiums, von welchem er, um Theologie und Philologie zu ſtudieren, zu Oſtern 1858 nach Marburg ab⸗ ging. Das Studium der Philologie abſolvierte er zu Oſtern 1861, indem er die für Bewerber um ein ordentliches Lehramt an Gelehrtenſchulen vorgeſchriebene Prüfung beſtand, und begab ſich darauf, um das Studium der Theologie fortzuſetzen, auf die Univerſität Leipzig. Oſtern 1862 kehrte er wieder nach Marburg zurück. Zu Michaelis deſſelben Jahres beſtand er ſodann die theologiſche Prüfung bei der theologiſchen Facultät zu Marburg, demnächſt auch die Candidatenprüfung, durch welche er in die Zahl der niederheſſiſchen Pfarramtscandidaten anfgenommen wurde.

Einen ſchmerzlichen Verluſt erfuhr die Anſtalt dadurch, daß einer ihrer älteſten und bewährteſten Lehrer, Dr. Heinrich Rieß, nachdem er ſeit Oſtern 1836 in ununterbrochener Zeitfolge als ordentlicher Lehrer am hieſigen Gymnaſium gewirkt hatte, durch allerhöchſtes Reſcript vom 16. November v. J. zum Gymnaſial⸗ Director in Rinteln huldreichſt ernannt wurde. Bei ſeinem Scheiden aus ſeinem bisherigen Wirkungskreiſe gab ſich die Liebe und Hoch⸗ achtung, welche er ſich in demſelben erworben hatte, von Seiten ſeiner Collegen wie ſeiner Schüler in herzlichſter Weiſe kund.

Am Schluſſe des Schuljahres unterrichteten an der Anſtalt:

1) acht ordentliche Lehrer: Director Dr. Matthias, Dr. Flügel, Dr. Schimmelpfeng, Dr. Klingender, Gymnaſiallehrer Schorre, Dr. Weber, Dr. Groß, Dr. Lin⸗ denkohl;