Aufsatz 
Henricus Petreus Herdesianus und die Frankfurter Lehrpläne nebst Schulordnungen von 1579 und 1599. Eine kulturhistorische Studie
Entstehung
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Geschichte: Die Hauptereignisse der alten Geschichte wurden besprochen und von den Schülern nacherzählt, ein Kanon wichtigerer Daten der alten Geschichte auswendig gelernt. Sommer: 2 St. Winter: 3 St. Drüner.

Erdkunde: Die außerdeutschen Länder Europas. Im Anschluß daran Behandlung wichtiger Lehren der allgemeinen Erdkunde. Übung im Gebrauch und Lesen der Karten und im Entwerfen von Kartenskizzen und Profilen. Sommer: 3 St. Winter: 2 St. Weismantel.

Mathematik: a) Arithmetik: Schluss- und Zinsrechnung. Kettensatz. Einführung in die Buchstabeurechnung; die Grundrechnungen mit allgemeinen Zahlen. Reidt: Aufgaben- sammlung bis§ 14. b) Geometrie: Lehre von den Geraden, Winkeln, Dreiecken und Parallelogrammen. Kreislehre bis§ 23, Reidt. Einfache Konstrucktionsaufgaben. 5 St. Bopp.

Naturbeschreibung: Im Sommer: Vergleichende Beschreibung verwandter Arten und Gattungen von Blütenpflanzen nach vorhandenen Exemplaren. Übersicht über das natür- liche Pflanzensystem. Lebenserscheinungen bei Pflanzen. Im Winter: Niedere Tiere, namentlich nützliche und schädliche sowie deren Feinde mit besonderer Berücksichtigung der Insekten. Im Anschluß daran Übungen im Zeichnen einfacher Formen. 2 St. Weismantel.

Zeichnen: Einfache Flächenornamente. Blüten, Rosetten, Füllungen, Bänder in Umriß und Farbenausführung. 2 St. Thielmann.

Quinta. Klassenlehrer: Oberlehrer Dr. Winneberger.

Religionslehre: a) Evangelische: Biblische Geschichten des neuen Testaments nach dem Lesebuch von Schäfer. Erlernung des 2. Hauptstückes mit Luthers Auslegung. Ein- prägung von 4 Kirchenliedern und einigen Katechismussprüchen. 2 St. Drüner. b) Katholische: Katechismus: Zweites und drittes Hauptstück. Bibl. Geschichte: Neues Testament mit Auswahl. Raab.

Deutsch: Hopf und Paulsiek für Quinta, Prosastücke gelesen, erklärt und von den Schülern ganz, stückweise oder in gekürzter Form frei wiedererzählt. Erzählungen aus der griechischen und römischen Sage und Geschichte. Memorieren von Gedichten nach dem hierfür festgesetzten Kanon. Wiederholung der Grammatik des einfachen Satzes und Behandlung des zusammengesetzten Satzes nach der deutschen Satzlehre von Prigge. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit: Orthographische, grammatische und stilistische Übungen. Im Anschluß an die letzteren einige kleine Aufsätze: Kurze Wiedergabe gelesener Stücke aus Sage und Geschichte. 4 St. Winneberger.

Französisch: Banner, französisches Lese- und Ubungsbuch, zweiter Kursus, die Stücke bis zu den unregelmäßigen Verben der 3. Conjug.(mit Ausschluß derWiederholungsstücke) durchgenommen. Gedichte und Prosastücke memoriert. Der erste Kursus wurde wiederholt. Sprechübungen im Auschluß an den Lesestoff sowie an Bilder. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit: Diktate, grammatische Ubungen, kleine Erzählungen, Übersetzungen. Banner, Übersetzungsstoff, Teil I(Formenlehre) wurde zum Teil schriftlich und mündlich übersetzt. 6 St. Winneberger.