Aufsatz 
Die Blätter unserer Laubbäume
Entstehung
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2. Zeichnen.

vII. Cl. Im Sommer: Anfangsgründe im Nach⸗ zeichnen grader Linien und daraus gebildeter ſymmetriſcher Figuren; gebogene Linien, Pflanzeuformen und leichte Ornamente. Im Winter: Eintheilung und Zeichnen des menſchlichen Kopfes. 2 St.

VI. Cl. Landſchaftliche Anfangsgründe; Fortſetzung des Koyfzeichnens. 2 St.

V. Cl. Fortſetzung der bisherigen Uebungen; An⸗ fänge im Schattiren; Anfangsgründe des perſpectiviſchen Zeichneus. 2 St.

IV. Cl. Fortſetzungen; Zeichnen menſchlicher Figuren nud Thiere; Copiren leichter hiſtoriſcher Compoſitionen; Fortſetzung des perſpectiviſchen Zeichnens mit Darſtellung größerer Räumlichkeiten. 2 St.

Mit den Schülern der Selecta wurden mehrere Auf⸗ nahmen nach der Natur im Freien vorgenommen.

Zeichenlehrer Diefenbach.

3. Geſangübungen.

VII.& VI. Cl. Elementargeſangübungen in Verbin⸗ dung mit der entſprechenden Theorie; ein⸗ und zweiſtimmige Choralſätze nach Anthes Geſangſchule. 2 St. Cin⸗ übung der beiden Sängerchöre. 2 St. Decku.

D. Körperübungen.

Die Turnübungen wurden wie auch in den frü⸗ heren Jahren unter Leitung des Collaborators Leyen⸗ decker fleißig und mit gutem Erfolge betrieben. Die Winter⸗Turnübungen konnten in dieſem Schuljahre unter Betheiligung einer größeren Anzahl von Schülern als früber ſtattfinden, da durch bauliche Veränderungen ein größerer Raum für dieſelben gewonnen war. Das militäriſche Exerciren leitete wie früher der Gymnaſialpedell Keßler; ebenſo die Schwimmübungen. Tanzunterricht wurde in dieſem Winter im Gymnaſium von dem Turn⸗ und Tanz⸗ lehrer Liebich aus Weilburg erthellt, an welchem ſich 23 Schüler betheiligten.

C. Sonſtige Verhältniſſe.

Die Weckung und Förderung des äſthetiſchen Sinnes der Schüler hat ſich das Gymnaſium auch in dem verfloſſenen Schuljahre angelegen ſein laſſen und zu dieſem Zwecke außer ſonſtigen geeigneten Mitteln namentlich die herkömmlichen Schulfeierlichkeiten möglichſt zu benutzen geſucht.

Die Handhabung der Disciplin zur Sicherung eines den Geſetzen und Einrichtungen der Anſtalt angemeſſenen Betragens der Schüler ſtieß im Verlaufe des Schuljahres auf keine erheblichen Schwierigkeiten; wie denn auch die Bemühungen des Lehrercollegiums, welche auf die Erzielung einer auch äußerlich anſtändigen Haltung der ſeiner Leitung anvertrauten Zöglinge gerichtet waren, nicht erfolglos blieben.

Ueber den Geſundheitszuſtand der Lehrer ſowohl wie der Schüler kann im Ganzen nur Günſtiges berichtet werden, mit Ausnahme eines Theiles des Winters, in welchem über⸗ haupt Erkrankungen ungewöhnlich häufig vorkamen.

II. Chronik des Gymnaſiums.

Die feierliche Eröffnung des Schuljahres geſchah in der herkömmlichen Weiſe am 23. April, nachdem Tags zuvor die Aufnahmeprüfungen ſtattgefunden hatten. Es waren im Ganzen 54 neue Zöglinge angemeldet. Von dieſen konnten zwei wegen ihrer mangelhaften Vorbildung noch nicht aufgenommen werden; einer wurde auf Grund des von dem Pädagogium zu Dillenburg beigebrachten Zeugniſſes in die III, von den übrigen wurden nach dem Ergebniß der vorge⸗ nommenen Prüfung 19 in VII, 4 in VI, 13 in V, 7 in IV, 5 in III, 3 in IIb aufgenommen.

Am 24. April begann der Unterricht in allen Claſſen.

Die Pfingſtferien dauerten vom 23. April bis zum 1. Juni.

Am 18. Juni wurde die Gedächtnißfeier der Schlacht bei Waterloo unter der Theilnahme der in der hieſigen Stadt und der Umgegend wohnenden Veteranen, welche dieſe Schlacht als wackere Kämpfer mitgemacht hatten, auf dem mit Fahnen und Gewehren geſchmückten Turn⸗ platze durch Geſang, Reden, Turnübungen und Spiele der Schüler feſtlich begangen.