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weit überwinden und, ſtark durch Chriſtum, feſt und unbeweglich einen großen, ſchönen Weg dahingehen.
Verbinden wird ſich dann auch mit dieſem Muthe die Kraft der Entſchie⸗ denheit, in der Sie als Diener im Reiche Gottes vor allem An⸗ dern der Sache des Herrn Sich hingeben. Und dieß gehört ebenfalls und weſentlich mit zu demjenigen, was Sie zu ſolchen geſchickt macht. Mit Wohlgefallen ſieht man auf den gewiß vortrefflichen Jüngling, welchen Jeſus auffordert, ihm nach⸗ zufolgen. Seltene Vorzüge müſſen ihn ausgezeichnet haben, da Chriſtus dieſen Ruf an ihn ergehen läßt. Selbſt in der Bitte um Erlaubniß, zuvor hinzugehen und ſei⸗ nen Vater zu begraben, ſpricht ſich ein kindlicher Sinn aus, der ihm zur Ehre ge⸗ gereicht. War es ja doch eine heilige Liebespflicht, deren Erfüllung ihm am Herzen lag. Aber die volle Tüchtigkeit zum Reiche Gottes hatte er noch nicht. Indem der Herr ihm entgegnet: laß die Todten ihre Todten begraben, fordert er etwas von ihm, was ihm dazu noch fehlte, eine Entſchiedenheit für die Sache des Reichs Got⸗ tes, zu deren Pflege er ihn beruft und welcher er ſich zu widmen auch bereit iſt, eine Ent⸗ ſchiedenheit, in welcher er, nur ſie im Auge, auch ihr vor allem Andern ſeine Thätig⸗ keit widmet. Den entſchlafenen Vater können auch Andere zu ſeiner letzten Ruheſtätte begleiten, die weder Neigung, noch Geſchick haben, dem Reiche Gottes zu dienen. Beides haſt du. Beſinne dich darum nicht, das Wichtigere dem minder Wichtigen vorzuziehen. Das iſt der Sinn der Zuredung Chriſti an ihn. Laſſen Sie dieſelbe auch an Sich gerichtet ſein. Es gibt des Guten viel und mancherlei, was zu thun oder zu erſtreben einem edeln Geinüthe Drang und Bedürfniß iſt. Aber wer ſich dem Dienſte im Reiche Gottes widmet, muß die Kraft haben, auch ſeine edleren Regungen zu leiten und auch an ſich rühmliche Beſtrebungen aufzugeben, um den Forderungen zu genügen, welche die Pflege der Sache Chriſti an ihn macht. Kein Beruf, welcher er ſei, kann ohne dieſe Kraft der Selbſtbeherrſchung, wie ſich geziemet, erfüllt werden. Auch der geiſtliche nicht. In erſter Reihe müſſen Ihnen immer die Aufträge ſtehen, welche Sie hier zu vollziehen haben, und deren Ausführung muß immer das Erſte und allem Andern Vorangebende ſein, wozu Sie mit freudiger Eile Sich anſchicken. Die Sache Ibres Herrn iſt es, für deren Förderung Sie Ihre Kräfte zuſammenhalten und der Sie Ihre ganze, ungetheilte Kraft widmen.
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