Aufsatz 
Beiträge zur Geschichte Limburgs in der Zeit der Dynasten : 2. Teil: Die Zeit Gerlachs II. 1312-1355 / von Christian Bahl
Entstehung
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purg wi dicke dez noit geschit oder di andern gysele wanne sy gemanit werden sullen inkumen zu Lympurg dan uz nit zu kumene wir enhaben dan oder unse erben den andern gysel ge- sast. Wir globen auch in guten truwen unverscheidinliche vur uns und unse erben di gysele hinabe zu losene gutliche ane eyde und schaden abegetan auch und abescheiden alle argelist und geverde an allen disen vorgeschriben stucken und an ir iglichem besundern. Her uber zu mere stedekeit han wir Godefrid Gerhard di greven und wir Jutte di grevinne zu Ditze unse ingesigele gehangen an disen brif. Und ich Dyderich Nail, Gerhard Specht Johan Ritz Markolf Rodel Markolf von Larheim rittere Johan Specht und Heinrich von Nassowe di vorgenanten wir bekennen daz wir um bede der greven und unser frawen der grevinnen zu Ditze vorgenanter mit unserm iungherren Gerharde dem greven unverscheidinliche gysele sin und behaft in al der wys als vorgeschriben ist und han dez zu orkunde unser iglicher sin ingesigele gehangen an disen brif. Actum et Datum anno Do- mini MoCCCeXL octavo in vigilia Nativitatis beati Johannis baptiste.

Originalpergament. Die 10 Siegel an Pergamentstreifen sind gut erhalten. XXXI. Die Grafen Gottfried und Gerhard VII. von Diez quittieren der Stadt Limburg die Ab- schlagszahlung von 1000 Pfund Hellern. ¹) 4

1348, 25. August.

Wir Godefrid und Gerhard greven zu Ditze bekennen uffenliche in diesem brive daz wir von unser und unser erben wegen emphangen han von den burgeren von Lympurg und daz sy an guter werunge uns gezalt und bezalit hant zu al unserm nutze thusent punt hallere von den drittehalp thusent punden di sy uns globet hant zu gebene zu bezserunge von seli- gen Gerhardis wegen Greven zu Ditze waz unses sones und vaters und sagen di burgere und di stad zu Lympurg der thusent punt hallere ledich quit und lois in disem brive. Und geben dar uber zu eime gezugnisse disen brif vur uns und unse erben besigelt mit unser beider ingesigeln di wir heran gehangen han. Actum et datum feria secunda post festum beati Bartholomei apostoli anno Domini MOCCXL oOctavo.

Originalpergament. Die Siegel an Pergamentstreifen fehlen. Die Urkunde ist auf der rechten Seite verletzt.

XXXII. Sühne zwischen der Stadt Limburg einer- und Emerich, Markolf und Konrad Rudel von Reifenberg anderseits, vermittelt durch Erzbischof Heinrich(von Virneburg) von Mainz. Eltville, 1348. 29. Oktober. Ich Emerich Rudel von Ryffinberg, Marcolf und Kune Gebrudere sine sune Knechte bekennen und tun kunt allen luden die disen brief sehent oder horent lesen vor uns und alle unser frunde und mage die wir itzunt han oder hernach gewinnen daz wir umb alle

Anm. ¹) 1349, 28. Juni(Datum anno Domini MoCCCXoL nono dominica die proxima post festum beati Jo- hannis baptiste) bekennen in OriginalpergamentJutte grevinne und Gerhart uns sun greve zu Dyetze Godefrid und Johan unser sune und unser Gerhartes Bruder, dass die Bürger vonLympurg bezahlt und gegeben haben anderhalb hundert punt haller und funfzehen marg penninge di sy uns gegeben sollen hayn uf sente Walpurge taig der enweg ist und uns alle jerliches uf den selbin tag schuldig sin zu gegebene.(Von den 4 Siegeln an Per- gamentstreifen ist nur das Siegel Juttas erhalten). S. n. 40. 1356, 13. Juni(actum et datum feria secunda post festum Penthecostes anno Domini MoCCCoLo sexto) bekennenGerhard greve zu Dytze und frauwe Jutte grevinne der selben greven Gerharthes Muder, dass siean gereidem gelde enphangen han von den bescheiden luden, den purgermeisteru, den scheffen. dem rade und von den burgern gemeinlich der stad zu Lympurg andirhalb hundirt merg pennige Lympurger Werunge und hant sie mit dem selben gelde von uns abe gelost und gekouft die funzehen merk geldes ierlicher pennig golde die sie gaben und geben solden alle iar zu dem altare zu Dytze und die selbe stad daz vorgen, gelt gelacht hat in unsirs herren grebe Gerharthes hant also daz Gerhard grebe zu Dytze egen. daz selbe gelt pelegen solle an andir golde die ewecliche vallen sal zu dem egenanten altare zu Dytze. Und sagen wir die selbe vorgen. stad fur uns etc... der vorgen. andirhalb hundirt merk pennige Lympurger werunge in dissem brieve dwyt ledig und loz. Wers ouch sache daz wir keinerley prieve me hetten odir funden von der stad zu Lympurg die sollent ouch ledig und loz sin.(Von den 2 Siegeln des Originalpergaments an Pergament- streifen ist nur das Siegel Juttas vorhanden.)