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Reihe anderer Umbelliferen bekannte Puccinia bullata(Pers.) Schroet. zu sein. Die von Halstedt¹) im Jahre 1891 in Nord- amerika neu aufgefundene Phyllosticka Apii Halst., deren Be- schreibung leider sehr unvollständig ist, ist anderwärts an- scheinend nicht wieder beobachtet worden. ²)
Als Prreger von Blattkrankheiten des Selleries, die unter Umständen großen Schaden anrichten, kommen dagegen zwei andere Pilze, nämlich Cercospora Apii Fresen. und Septoria Petroselini(Desm.) var. Api Briosi et Cavara in Betracht. Das von den beiden Pilzen hervorgerufene Krankheitsbild zeigt ge- wisse Ihnlichkeiten, und auch die Sporen sind ziemlich über- einstimmend, wenn auch die Cercospora-Sporen im allgemeinen größer sind als die der Septoria. Doch kann man beide Pilze leicht dadurch unterscheiden, daß die Bildung der Pykniden, die bei septoria-kranken Pflanzen schon mit bloßem Auge sichtbar sind, bei Cercospora unterbleibt. Die nähere Untersuchung lehrte, daß die hier aufgetretene Blattkrankheit stets von dem pyknidenbilden- den Pilz herrührte, während die Cercospora trotz vielen Suchens niemals gefunden wurde. Sie scheint in hiesiger Gegend, wenig- stens im letzten Jahre, überhaupt nicht aufgetreten zu sein.
Septoria Petroselini(Desm.) var. Apii wurde im Jahre 1891 in Italien zuerst aufgefunden und von Briosi und Cavara be- schrieben. ³) Gleichzeitig ungefähr war in Allescher und Schnabl,
¹) B. D. Halstedt, Some Fungous Diseases of the Celery. Ann. Rep. New Jersey Agric. Exp.-Stat. 1891, S. 250— 259.
2) Der Pilz Plasmopara nivea(Ung.) Schroet., der sich auf einer großen Zahl wildwachsender und kultivierter Umbelliferen findet und auf letzteren mitunter sehr beträchtlichen Schaden anrichtet— vor allem Petersilien- und Möhrenkulturen sollen manchmal stark unter ihm zu leiden haben—, scheint auf Sellerie nicht überzugehen. Wenn er mitunter(Krüger und Rörig, Krankh. u. Beschädig. d. Nutz- u. Zierpfl. d. Gartenbaues, Stuttgart 1908, S. 121) als Schädiger des Selleries angegeben wird, so beruht das wohl auf einem Irrtum. Ich finde wenigstens sonst in der Literatur keine An- gaben darüber, und auch meine eigenen Beobachtungen sprechen dagegen. Der Pilz schädigte hier Kerbel und Pastinak, letztere Pflanze sogar in recht erheblichem Maße. Dagegen ging er auf Selleriepflanzen, die neben einem sehr stark befallenen Pastinakbeet standen und deren Blätter zum Teil in direkter Berührung mit den kranken Pastinakblättern waren, nicht über. Auch künstliche Infektionen mit den Konidien des Pilzes hatten ein negatives Resultat.
3) Briosi et Cavara, I Funghi parasiti delle Piante coltivate od utile. Fasc. VI Nr. 144, 1891.


